Sabine Beine (Verwaltungsvorständin Kreis Lippe, links), Sascha Medina (kommissarischer Leiter Bevölkerungsschutz Kreis Lippe, Zweiter von links) und Achim Reineke (Fachgebietsleiter Rettungsdienst Kreis Lippe, rechts) schauen bei Disponent Peter Gieselmann-Heel (Dritter von links) in der Feuerschutz- und Rettungsleitstelle vorbei. Foto: Andreas Leber

Kreis Lippe/Lemgo. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich: Die Feuerschutz- und Rettungsleitstelle des Kreises Lippe war auch 2025 für die Menschen in der Region im Einsatz.


Die Leitstelle befindet sich am Feuerwehrausbildungszentrum in Lemgo und koordiniert alle Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr im gesamten Kreisgebiet. Bei einem Pressegespräch stellten Sabine Beine (Verwaltungsvorständin Kreis Lippe), Sascha Medina (kommissarischer Leiter Bevölkerungsschutz) und Achim Reineke (Fachgebietsleiter Rettungsdienst) am Dienstag, 13. Januar, die Bilanz des vergangenen Jahres vor und gaben einen Ausblick auf 2026.

Im Jahr 2025 disponierten die Mitarbeiter der Leitstelle insgesamt 101.471 Einsätze, das sind 215 mehr als im Vorjahr. 61.213 Anrufer wählten die 112, insgesamt führten die Disponenten 171.574 Gespräche, durchschnittlich 470 pro Tag. In 42.156 Fällen versorgten die Retter Notfallpatienten, 7.266 Mal war zusätzlich ein Notarzt im Einsatz.

Das Projekt „Telenotarzt“ gewinnt zudem weiter an Bedeutung: 828 Einsätze in Lippe (2024: 390). Außerdem kam der Rettungshubschrauber 199 Mal zum Einsatz (2024: 132). Die Zahl der Krankentransporte lag bei 12.576 Fahrten.

Deutlich weniger Feuerwehreinsätze wurden verzeichnet: 4.005 Einsätze (2024: 4.740), davon 1.094 Brände und 2.911 Hilfeleistungen wie Ölspurbeseitigung, Sturmschäden oder Tierrettungen. Auch die Katretter-App spielt eine wachsende Rolle: 900 Alarmierungen, 603 Einsätze, 134 Helfer trafen vor dem Rettungsdienst ein.

„Hinter den Zahlen stehen tägliche Einsätze, Verantwortung und Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen sowie Ehrenamtlicher“, betonte Sascha Medina. 2025 brachte zudem zahlreiche Neuerungen: Ein Abrollbehälter „Sanität“ für langanhaltende Einsätze wurde angeschafft, fünf neue Notarzteinsatzfahrzeuge und vier Krankentransportwagen gingen in Betrieb. Der Kreis übernahm die Rettungswachen in Schlangen und Blomberg und gründete die Notarztmanagement gGmbH, um die Qualität der notärztlichen Versorgung zu verbessern.

Auch die Ausbildung spielte eine große Rolle: 148 Brandsimulationen wurden durchgeführt, mehr als 750 lippische Einsatzkräfte geschult, dazu fand die Großübung „Arminius 2025“ mit 650 Teilnehmern statt.

Für 2026 sind drei neue Rettungswachen in Kalletal, Barntrup und Leopoldshöhe geplant, außerdem der Neubau der Notarztwache am Klinikum Detmold. Im März steht zudem die Großübung „Sophos 2026“ auf dem Programm.