
Augustdorf/Lage/Leopoldshöhe/Oerlinghausen. Die Volkshochschule Lippe-West hat Zuwachs bekommen: Ebon Dieudonné Tschamou verstärkt das rund 200 Köpfe zählende VHS-Team. Er übernimmt gleich zwei wichtige Aufgaben: die Leitung der BNE-Abteilung („Bildung für nachhaltige Entwicklung“) und den Programmbereich „Sprache“. Multitasking ist also keine Option, sondern Programm.
„BNE“ klingt erst einmal nach Abkürzungs-Bingo, meint aber etwas ziemlich Bodenständiges: Bildung, die Zukunft kann. Oder wie Tschamou selbst sagt: „Sprache ist kein Fach, sondern ein echtes Lebenswerkzeug: Sie verbindet, bewegt und öffnet Horizonte.“ Klingt klug – und passt perfekt zum neuen Semester-Motto der VHS: „Gemeinsam das Morgen gestalten.“
Damit sitzt Tschamou nun auf Leitungsebene neben VHS-Direktorin Ute Reichert (Gesellschaft), Claudia Tunsch (Gesundheit, Kultur) und Nikolay Dimitrov (Beruf & EDV, Integration). Ein Quartett, das offenbar Großes vorhat – zumindest, wenn man einen Blick ins neue Programmheft wirft.
Denn das hat es in sich: 90 Seiten, mehr als 550 Kurse und gefühlt genauso viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden, zu entspannen oder einfach mal etwas völlig Neues auszuprobieren. Politik-Onlinekurse, Yoga, Tanz, Malerei, Origami, Sprachen von Arabisch bis Schwedisch, EDV ohne Ende – und natürlich Künstliche Intelligenz. KI ist fast überall dabei, wird allerdings nicht unkritisch betrachtet: Chancen und Risiken werden gründlich beleuchtet. Also nicht „KI kann alles“, sondern eher: „KI kann viel – aber wir denken mit.“
Die Zahlen zeigen: Die VHS wächst. Mehr Kurse in fast allen Bereichen – besonders in Gesellschaft, Gesundheit, Sprache sowie Beruf & EDV. Lediglich der Bereich Integration tritt mit leicht rückläufigen Zahlen etwas kürzer. Insgesamt aber gilt: Das Lernbuffet ist reich gedeckt.
Gelernt wird dabei nicht nur im herkömmlichen Seminarraum. Exkursionen, Bildungsurlaub, Online-Angebote (teilweise sogar kostenlos) sorgen dafür, dass Wissen genau dorthin kommt, wo es gebraucht wird – notfalls auch aufs heimische Sofa.
Finanziell steht die VHS stabil da. Als Pflichtleistung der Stadt gilt sie als Teil der Grundversorgung und bleibt von den ganz großen Sparzwängen verschont. Trotzdem wird gerechnet, kalkuliert und jongliert – denn auch Bildung muss sich rechnen, zumindest ein bisschen.
Was noch fehlt? Neue Dozentinnen und Dozenten. Denn Wissen will raus – und genau so heißt auch das Motto des neuen Programmhefts: „Lass es raus.“ Ein Aufruf an alle, die etwas zu sagen, zu zeigen oder zu vermitteln haben. Oder anders gesagt: Wer etwas kann, darf es hier gerne teilen.









