
Kreis Lippe. Die Straßenverhältnisse sind längst nicht mehr so schwierig wie noch vor einer Woche. Trotzdem ereigneten sich um das Wochenende herum viele Unfälle. Zusätzlich registrierte die Polizei Verstöße gegen die Regeln des Straßenverkehrs, die immer gefährlich sind und zu Unfällen führen können.
Lage-Waddenhausen. Ein 31-jähriger Mann aus Bad Salzuflen verursachte am Dienstag, 21. Januar, gegen 15:25 Uhr auf der Schötmarschen Straße einen Auffahrunfall mit zwei weiteren Fahrzeugen und flüchtete anschließend zu Fuß von der Unfallstelle. Der Unfallverursacher war mit seinem VW Golf auf den Mercedes einer 46-jährigen Lemgoerin aufgefahren und hatte diesen auf den Dacia eines 23-jährigen Detmolders geschoben, wodurch ein Gesamtsachschaden von rund 21.000 Euro entstand. Die Ermittlungen führten die Polizei zu einer Anschrift Wüsten, wo ein Diensthundführer den Flüchtigen gegen 17:20 Uhr dabei beobachtete, wie er sich in einem anderen Fahrzeug zur Halteranschrift bringen ließ. Der 31-Jährige, der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, stand laut Drogenvortest unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, weshalb ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Sein Fahrzeug, das im Frontbereich massiv beschädigt wurde, stellten die Beamten zur Spurensicherung sicher.
Detmold. In der Memelstraße kontrollierten Polizeibeamte am Montag, 20. Januar, gegen 11.10 Uhr einen Autofahrer, der ihnen durch ein stark verschmutztes und somit nicht mehr lesbares Kennzeichen aufgefallen war. Sie stoppten den 33-jährigen Skoda-Octavia-Fahrer für eine Verkehrskontrolle und stellten nach einer Reinigung des Kennzeichens fest: Der TÜV war bereits seit anderthalb Jahren abgelaufen. Zusätzlich war der Detmolder nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis, da ihm diese bereits entzogen worden war. Der Wagen musste somit stehen bleiben, dem Mann wurde die Weiterfahrt untersagt.
Detmold-Heidenoldendorf. Auf der Hiddeser Straße stürzte am gleichen Tag gegen 7.30 Uhr ein Radfahrer auf die Fahrbahn. Der 34-Jährige aus Detmold war auf seinem Rad zunächst auf dem Geh-/Radweg des Plantagenwegs unterwegs und beabsichtigte anschließend, auf die Fahrbahn der Hiddeser Straße in Richtung Hiddesen zu wechseln. Aufgrund von Glätte stürzte er im Einmündungsbereich und erlitt schwere Verletzungen. Ersthelfer kümmerten sich um den Mann. Ein Rettungswagen brachte ihn anschließend ins Klinikum.
Detmold-Diestelbruch. Am gleichen Tag fuhr ein 65-jähriger Fahrer gegen 10:05 Uhr auf der Bad Meinberger Straße in Fahrtrichtung Diestelbruch nach ersten Erkenntnissen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in eine Fahrbahnverengung und verlor dabei die Kontrolle über seinen Skoda. Das Fahrzeug geriet nach einem Kontakt mit dem Bordstein nach rechts, prallte gegen ein Verkehrsschild und eine Straßenlaterne und stieß anschließend gegen ein Ortsschild, bevor es quer auf der Fahrbahn zum Stehen kam. Der Fahrer wurde leicht verletzt mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Während der Unfallaufnahme war die Bad Meinberger Straße gesperrt.
Detmold-Heidenoldendorf. Auf der Hiddeser Straße stürzte ebenfalls am Montag gegen 7.30 Uhr ein Radfahrer auf die Straße. Der 34-Jährige aus Detmold war auf seinem Fahrrad zunächst auf dem Geh-/Radweg des Plantagenwegs unterwegs und beabsichtigte anschließend, auf die Fahrbahn der Hiddeser Straße in Richtung Hiddesen zu fahren. Aufgrund von Glätte stürzte er im Einmündungsbereich und erlitt schwere Verletzungen. Ersthelfer kümmerten sich um den Mann. Ein Rettungswagen brachte ihn anschließend ins Klinikum.
Detmold-Remmighausen. Eine 38-Jährige aus Horn-Bad Meinberg war am Sonntag, 19. Januar, mit ihrem Ford Grand C-Max auf der Hornschen Straße in Richtung Horn-Bad Meinberg unterwegs, als sie – vermutlich durch einen medizinischen Notfall – in den Gegenverkehr geriet. In Höhe der Einmündung zur Wilberger Straße kam es am gegen 13.20 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß: Dort kollidierte ihr Ford frontal mit dem VW T-Cross eines 51-jährigen Detmolders. Beide Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die 18-jährige Beifahrerin im Ford blieb unverletzt. An den beiden Autos entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro; sie mussten abgeschleppt werden. Die Hornsche Straße blieb bis etwa 15 Uhr gesperrt.
Lemgo. Am Samstagnachmittag, 17. Januar, kam es in der Straße Am Bauhof auf dem Parkplatz des Indoor-Spielplatzes „Lippiland“ zu einer Verkehrsunfallflucht mit hohem Sachschaden. Ein blauer Audi A 6 wurde gegen 15 Uhr von einem unbekannten Fahrzeug beschädigt. Statt den Pflichten eines Unfallbeteiligten nachzukommen, flüchtete der Unfallverursacher. Eine Zeugin beobachtete den Vorfall: Laut ihr soll es sich um ein rotes Auto älteren Baujahrs – möglicherweise einen Opel – mit lippischen Kennzeichen gehandelt haben. Die Unfall-Fahrerin wurde von einem Jungen (etwa 6 bis 8 Jahre alt) und einem etwas älteren Mädchen begleitet. Laut Zeugin sollen sie zunächst ausgestiegen, den Schaden begutachtet haben, aber dann davongefahren sein. An dem Audi entstand ein Sachschaden in Höhe von geschätzten 13.000 Euro. Das Verkehrskommissariat sucht weitere Zeugen, die telefonisch unter (05231) 6090 Hinweise auf die Unfallverursacherin und ihren Wagen geben können.
Lemgo-Voßheide. Ein Autofahrer verursachte am Montag, 20. Januar, zunächst einen Verkehrsunfall mit Sachschaden und fuhr anschließend eine Frau mit ihrem Baby an: und flüchtete. Der 51-Jährige war gegen 15.20 Uhr mit seinem Renault Zoe auf der Lütter Straße/Voßheider Straße in Richtung Voßheide unterwegs, als er mehrfach von der Straße abkam und dabei mehrere Leitpfosten überfuhr und beschädigte. Statt anzuhalten, setzte der Lemgoer seine Fahrt unbeirrt fort. Gegen 15.30 Uhr fuhr der Mann im Hasebecker Weg eine 28-jährige Fußgängerin an, die mit ihrem Baby im Kinderwagen spazieren ging. Die Frau und ihr Kind erlitten leichte Verletzungen. Ersthelfer kümmerten sich um die beiden, bis der Rettungsdienst eintraf und sie ins Klinikum brachte. Der Autofahrer stoppte auch hier nicht, sondern flüchtete. Schlussendlich konnten die Einsatzkräfte den 51-Jährigen in seinem beschädigten Wagen im Kluckhofer Weg antreffen. Der Mann war stark alkoholisiert. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Der Renault ist abgeschleppt und sichergestellt worden. Den Lemgoer erwarten nun zwei Strafverfahren wegen dem unerlaubten Entfernen vom Unfallort.
Dörentrup-Hillentrup. Wie bereits berichtet kam es am Samstagmittag, 17. Januar, zum Verkehrsunfall eines Motorradfahrers auf der Homeiener Straße. Der verletzte 65-jährige Fahrer aus Lemgo ist inzwischen außer Lebensgefahr.
Er war gegen 13 Uhr auf seiner BMW in Richtung Hillentrup unterwegs, als er ein vorausfahrendes Fahrzeug überholte. Während des Überholmanövers zog der Wagen in die Fahrbahnmitte und touchierte den Motorradfahrer, so dass dieser in den Straßengraben fuhr und stürzte. Der Autofahrer hielt an und erkundigte sich nach dem Wohlergehen des Motorradfahrers, der zunächst unverletzt schien. Daraufhin setzte der Autofahrer seine Fahrt fort – ohne jedoch Personalien auszutauschen. Durch den Unfall wurde durch die BMW ein automatisierter Notruf abgesetzt. Als der Rettungsdienst an der Unfallstelle erschien, hatte sich der Gesundheitszustand des 65-Jährigen stark verschlechtert, so dass zunächst von einer Lebensgefahr ausgegangen wurde und ein Rettungshubschrauber ihn ins Krankenhaus brachte.
Der unbekannte Autofahrer reagierte im Anschluss auf eine Suchmeldung der Polizei und meldete sich am Sonntag, 18. März, mit dem Unfallwagen auf einer Polizeiwache. Es handelt sich um einen 66-jährigen Mann aus Dörentrup und seinen VW Bulli. Die weiteren Ermittlungen des Verkehrskommissariats dauern an.
Dörentrup. Und das noch: In der Mittelstraße ist es am Donnerstagmorgen, 15. Januar, gegen 10 Uhr möglicherweise zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr gekommen. Ein 48-Jähriger aus Lemgo war mit seinem VW Bora von Spork nach Dörentrup unterwegs. Anschließend stellte er zwei Nägel (Pappnägel) in einem seiner Reifen fest. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese auf der Fahrbahn befunden haben. In den sozialen Medien sollen sich Meldungen darüber verbreiten, dass Nägel mit Klebeband auf die Fahrbahn geklebt worden seien. Dazu liegen der Polizei bislang jedoch keine konkreten Hinweise vor. Das Verkehrskommissariat ermittelt zu einem möglichen Gefährdungsdelikt und bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer (05231) 6090.









