Porta Westfalica. Ein gefährlicher Vorfall am Bahnübergang Weserstraße in Porta Westfalica-Eisbergen hat am Dienstagvormittag, 27. Januar, zu einem größeren Polizeieinsatz geführt.
Ein 45-jähriger Autofahrer aus Bremerhaven wurde leicht verletzt, nachdem er laut Polizeiangaben trotz geschlossener Halbschranke den Bahnübergang umfahren und mit einem Regionalzug zusammengestoßen sein soll.
Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann gegen 9.20 Uhr mit seinem Seat Leon den Bahnübergang angefahren, obwohl die Schrankenanlage geschlossen war. Er soll die Halbschranke umfahren haben und habe den Gleisbereich fast passiert, als ein in Richtung Rinteln fahrender Zug den Pkw erfasste. Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung habe der Zugführer die Kollision nicht mehr verhindern können. Das Auto sei auf ein angrenzendes Grundstück geschleudert und gegen einen abgestellten Wohnwagen prallt.
Der leicht verletzte Fahrer habe sich selbst aus dem zerstörten Fahrzeug befreien können und sei anschließend zu Fuß geflüchtet. Im Rahmen einer Fahndung sei der Mann von Einsatzkräften gestellt und festgenommen worden. Dabei soll er laut Polizei Widerstand geleistet haben, wodurch ein Beamter leichte Verletzungen erlitt.
Da Hinweise auf Drogenkonsum bestanden, sei der 45-Jährige zur Entnahme einer Blutprobe in das Johannes Wesling Klinikum gebracht worden. Zudem habe sich herausgestellt, dass er ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs gewesen sein soll.
Gegen den Mann werde nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, wegen Unfallflucht, des Verdachts einer Fahrt unter Drogeneinfluss sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.
Die insgesamt acht Fahrgäste des Zugs blieben unverletzt. Der Notfallmanager der Bahn habe die Evakuierung organisiert; ein Ersatzzugführer übernahm den beschädigten Zug. Zudem sei ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden.
Der völlig zerstörte Seat wurde sichergestellt und abgeschleppt. Der Bahnübergang und die Strecke waren rund drei Stunden gesperrt, ehe gegen 13 Uhr der Zugverkehr wieder freigegeben werden konnte.









