Kaum zu glauben, dass der Kamikaze-Fahrer dieses Haufens Schrott lebend aus seinem Auto klettern konnte, nachdem er eine Kollision mit einem durchfahrenden Zug provoziert hatte. Er versuchte nämlich, herunter gelassene Halbschranken zu umfahren, während der Zug sich dem Bahnübergang mit hoher Geschwindigkeit näherte. Foto: Polizei Minden
Porta Westfalica. Da darf man mit Fug und Recht sagen: „Schwein gehabt“. Ein Autofahrer wollte einen Bahnübergang im Ortsteil Eisbergen überqueren, obwohl die Halbschranken herunter gelassen waren. Der einfahrende Zug prallte mit voller Wucht gegen den schwarzen Seat und verwandelte ihn in einen Haufen Schrott.
Der 45-jährige Fahrer konnte sich aus dem zerstörten Auto selbst befreien und blieb auch noch unverletzt. Zum Erstaunen der zufälligen Unfallzeugen suchte er flugs das Weite. Später, nachdem die Polizei den flüchtigen Unfallfahrer gefasst hatte, stellte sich heraus: Er stand unter Drogeneinfluss und besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Das war wohl der Grund, warum er sich nach dem Unfall so schnell aus dem Staub machte. Seine unbedachte Handlung hätte ihn das Leben kosten können.
Die Freude darüber, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein, wird wohl nicht lange anhalten. Denn nun kommt ein gerütteltes Strafmaß auf den Crash-Verursacher zu: Fahren ohne Führerschein, unter Drogeneinfluss und dann auch noch die Fahrerflucht.
Bei der Kombination so schwerer Verstöße kommt der Mann mit einer einfachen Geldbuße nicht davon, sondern muss mit einem Strafverfahren und möglicher Freiheitsstrafe (mehrere Jahre) rechnen, zusätzlich zu hohe Schadenersatzforderungen der Bahn, dem Entzug der Fahrerlaubnis und weiteren administrative Folgen. Dazu kommt noch der Schaden an einem abgestellten Wohnwagen, gegen den das Auto beim Crash geschleudert worden ist.
Ich bin ein Zwitterwesen. Ein halbes Arbeitsleben lang Lehrer, die andere Hälfte Journalist. Und immer beides zugleich: Als Deutschlehrer habe ich meinen Schülern eine praktische Nutzung der Sprache abverlangt und mit ihnen „Zeitung in der Schule“ veranstaltet. Als Journalist in verschiedenen Tageszeitungen haben mich immer die Schüler dort – die sogenannten Volontäre – interessiert, denen ich unbedingt etwas beibringen wollte.
Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.
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