
Kreis Lippe/Lemgo. Ein unschuldig verurteilter Staatsanwalt, eine ermordete Ehefrau, eine verschwundene Tochter und eine untergeschobene Bitcoin-Wallet: Mit dieser düsteren Ausgangslage hat der Lemgoer Autor Christian Jaschinski Ende 2024 den ersten Band seiner Thriller-Reihe um Andreas Starck veröffentlicht. Im Dezember 2025 ist mit „Starck und die zweite Frau“ nun der zweite Teil erschienen und treibt die Geschichte konsequent weiter.
Im Mittelpunkt steht erneut Ex-Staatsanwalt Andreas Starck, der im ersten Band aus dem Gefängnis entlassen wurde, nachdem er dort fünf Jahre lang unschuldig gesessen hatte. Seine Frau kam bei einem angeblichen Unfall mit Fahrerflucht ums Leben, seine inzwischen siebenjährige Tochter Greta hat er seitdem nicht mehr gesehen. Hereingelegt wurde Starck mit einer manipulierten, ihm untergeschobenen Bitcoin-Wallet.
Im zweiten Band versucht Starck, der wieder in seiner Heimatstadt Detmold lebt und einen Job in einer Waschstraße angenommen hat, nun herauszufinden, wer hinter dem Komplott steckt, und kämpft zugleich darum, seiner Tochter wieder näherzukommen. „Dass er überhaupt im Gefängnis landete, verdankt Starck dem Mafioso Onkel Pablo“, erklärt Jaschinski und ergänzt: „Und nun setzt der verzweifelte Familienvater alles daran, seine Unschuld zu beweisen.“
Dabei gerät er immer tiefer in einen Strudel aus skrupellosen Mafiastrukturen, undurchsichtigen Kryptowährungsdeals und Korruption bis in höchste Kreise der Justiz. Unterstützt wird Starcks Suche nach der Wahrheit von Investigativjournalist Tom Finder und seiner Beinahe-Freundin und Diebin Vanessa Conrad. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto gefährlicher wird das Spiel, bis hin zu Situationen, in denen es um Leben und Tod geht.
Recherche bis ins Detail
Auch Christian Jaschinski durfte und darf während des Schreibprozesses auf umfangreiche Hilfe zählen. „Kommissare, Rettungssanitäter, medizinische Fachangestellte und vor allem ein führender Digitalforensiker haben mir bei der Entstehung geholfen. Letzterer hat mir unter anderem erklärt, wie Bitcoin-Ströme zurückverfolgt werden. So haben wir viele Abende damit verbracht, die Geschichte realistisch zu gestalten“, erklärt Jaschinski.
Die akribische Recherche ist kein Zufall. Die Idee zur „Starck“-Reihe hatte Jaschinski bereits vor rund zehn Jahren. „Damals war ich aber noch nicht bereit, sie aufzuschreiben.“ Schon zu diesem Zeitpunkt habe die Geschichte in seinem Kopf einen Umfang von mehr als 1.000 Seiten gehabt. „Bis Band vier steht die Geschichte daher schon“, betont der 60-Jährige.
Internationaler Thriller mit Wurzeln in Lippe
Pro Buch benötigt der Autor nach eigener Aussage rund neun Monate. „Ich schreibe immer dann, wenn es gerade passt, da ich stets weiß, was in welchem Band genau passiert“, sagt Jaschinski. Tatsächlich sei der zweite Band bereits weit fortgeschritten gewesen, als der erste noch im Lektorat gelegen habe.
Die „Starck“-Reihe ist, obwohl sie ihren Mittelpunkt in Lippe verortet, als internationaler Thriller angelegt. Andreas Starck lebt in Detmold, von wo aus ihn die Jagd nach seinen mächtigen Gegenspielern quer durch Europa führt. „Ich schreibe aber nur über Orte, an denen ich selbst schon gewesen bin und mich auskenne“, betont Jaschinski.
Gerüche und Geräusche, wie etwa das Gluckern des Wassers in der Hamburger Hafencity, wolle er realitätsnah wiedergeben: „fiktive Geschichten an realen Orten“. Auch die Figuren seien bewusst lebensnah angelegt. „Sie verhalten sich wie normale Menschen, mit all ihren Ängsten, Traumata und ihrer inneren Zerrissenheit“, sagt der Autor.
Strukturierte Spannung
Jeder Band der Reihe besitze dabei eine eigene Stimmung und sei auch optisch durch eine individuelle Farbgestaltung klar voneinander abgegrenzt. „Der erste Teil legt die Grundatmosphäre der Reihe fest und führt die zentralen Figuren ein. Band zwei ist deutlich actionreicher angelegt, während der dritte Band, der am 7. Dezember 2026 erscheint, ruhiger ausfällt, ohne dabei an Spannung einzubüßen“, sagt Jaschinski.
Zeitlich erstrecken sich die einzelnen Romane jeweils über einen Zeitraum von drei bis fünf Wochen: Der Auftakt beginnt im Oktober mit Starcks Haftentlassung, der zweite Band endet an Weihnachten; an diesem Punkt setzt der dritte Teil unmittelbar an.
Literatur trifft Musik
Neben den Romanen sind auch die sogenannten „Thriller-Lese-Events“ fester Bestandteil des Projekts. Für diese Abende hat Christian Jaschinski unter anderem eigene Musikstücke zur „Starck“-Reihe komponiert und verbindet so seine beiden Leidenschaften, Literatur und Musik.
Die Auftritte seien für ihn etwas Besonderes, betont der Autor: „Die Zuhörer und ich sind eine verschworene Gemeinschaft. Es ist eine besondere Stimmung im Raum.“ Zudem erlebe er die Veranstaltungen als gegenseitigen Austausch: „Ich bekomme stets mehr zurück, als ich gegeben habe.“
Für den neuen Band hat Jaschinski erneut ein eigenes Klavierstück geschrieben: Die Nocturne „Die Kriegerin“, die im Dezember 2025 zeitgleich mit dem Hörbuch erschienen ist, diene als emotionale Titelmusik.
Lesungen in ganz Deutschland
„Starck und die zweite Frau“ ist im Maximum-Verlag als Paperback mit Farbschnitt in limitierter Erstauflage, außerdem als E-Book und Hörbuch erschienen. Letzterem leiht Schauspieler und Synchronsprecher Nils Nelleßen seine Stimme.
In diesem Jahr ist eine deutschlandweite Lesereise geplant, die Jaschinski unter anderem am Donnerstag, 26. Februar, ins Kurtheater nach Horn-Bad Meinberg führt. Weitere Informationen und alle Termine finden sich auf der Homepage des Autors.
Verlosung
Die LWZ verlost zwei von Christian Jaschinski handsignierte Exemplare seines neuesten Buches „Starck und die zweite Frau“ sowie passend dazu jeweils eine symbolische „Bitcoin“-Münze. Um an der Verlosung teilzunehmen, gilt es, die folgende Frage zu beantworten und die korrekte Lösung per E-Mail mit dem Stichwort „Bitcoin“ an gewinnspiel@lwz24.de zu schicken: Wie heißt der Mafioso, dem Starck auf der Spur ist? Einsendeschluss ist Mittwoch, 18. Februar 2026. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt; der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Bücher können im LWZ-Verlagshaus (Plantagenweg 34, 32758 Detmold) abgeholt werden.









