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Leopoldshöhe/Bad Salzuflen‑Werl‑Aspe. Gleich zwei Betrugsfälle durch sogenannte falsche Polizeibeamte haben sich Anfang Februar im Kreis Lippe ereignet. Wie die Polizei mitteilte, wurden sowohl in Leopoldshöhe als auch im Bad Salzufler Ortsteil Werl‑Aspe Bürger telefonisch kontaktiert und um Bargeld sowie Wertsachen gebracht. In beiden Fällen bittet die Polizei Lippe nun um Hinweise aus der Bevölkerung.


Nach Angaben der Polizei sei am Mittwoch, 4. Februar, eine Frau in der Straße Am Rosenhang in Leopoldshöhe Opfer der bekannten Betrugsmasche geworden. Unbekannte Täter hätten sich am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und der Frau vorgetäuscht, ihr Vermögen sei in Gefahr.

In der Folge sei sie dazu veranlasst worden, Bargeld und Wertsachen an einen angeblichen Kollegen zu übergeben. Gegen Mittag sei ein bislang unbekannter Mann an der Wohnanschrift erschienen und habe die Wertgegenstände entgegengenommen. Anschließend habe er den Bereich verlassen.

Der Abholer werde von der Polizei als etwa 1,70 Meter groß und kräftig gebaut beschrieben. Er sei dunkel gekleidet gewesen und habe akzentfrei Deutsch gesprochen.

Ein ähnlicher Betrugsfall habe sich laut Polizei am Donnerstag, 5. Februar, an der August‑Schuckenbäumer‑Straße im Bad Salzufler Ortsteil Werl‑Aspe ereignet. Dort sei ein Ehepaar telefonisch von angeblichen Polizeikräften kontaktiert worden. Im weiteren Verlauf des Gesprächs sei es den Tätern gelungen, die Geschädigten zur Übergabe von Bargeld zu bewegen. Nach bisherigen Erkenntnissen sei gegen 12.45 Uhr ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift erschienen und habe das Geld entgegengenommen.

Der Tatverdächtige werde in diesem Fall als etwa 30 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß und schlank beschrieben. Er habe schwarze Haare gehabt und soll eine Bluejeans sowie ein blau‑graues Oberteil getragen haben.

In beiden Fällen habe das Kriminalkommissariat 6 der Polizei Lippe die Ermittlungen übernommen. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die am Mittwochmittag im Bereich der Straße Am Rosenhang in Leopoldshöhe oder am Donnerstagmittag in der August‑Schuckenbäumer‑Straße in Werl‑Aspe verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei Lippe unter der Telefonnummer 05231/6090 entgegen.

Die Polizei weist erneut darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals telefonisch zur Übergabe von Bargeld oder Wertsachen auffordern, und rät, bei entsprechenden Anrufen sofort aufzulegen und die Polizei über den Notruf 110 zu informieren.