Symbolbild. Foto: Pixabay

Kreis Gütersloh. Die Altweiber-Feierlichkeiten im Kreis Gütersloh sind nach Angaben der Polizei insgesamt ruhig verlaufen – sowohl tagsüber als auch in der Nacht. Wie im Vorfeld angekündigt begleiteten zahlreiche Einsatzkräfte die Veranstaltungen in den Karnevalshochburgen Schloß Holte-Stukenbrock, Rietberg und Harsewinkel.


Die Beamten führten dabei verstärkt Personenkontrollen durch, die sich insbesondere auf das Waffenverbot bei öffentlichen Veranstaltungen konzentrierten.

Nach Polizeiangaben wurden in Schloß Holte-Stukenbrock und Rietberg zwei Besucher mit Messern angetroffen, obwohl dies ausdrücklich verboten ist. Zudem stellten die Kräfte in Rietberg vier Anscheinswaffen sicher. Gegen alle Betroffenen seien entsprechende Verfahren eingeleitet worden.

Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Die Polizei betonte, dass diese Kontrollen im Rahmen des landesweiten Maßnahmenkonzepts gegen Messergewalt in Nordrhein-Westfalen auch in den kommenden Tagen fortgesetzt würden.

Rückläufige Besucherzahlen in allen drei Städten

Nach Einschätzung der Polizei waren die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer. In Schloß Holte-Stukenbrock seien demnach rund 3.000 Besucher gezählt worden. Insgesamt wurden acht Ermittlungsverfahren eingeleitet: Darunter waren einfache Körperverletzungen, Diebstähle, ein Verstoß gegen das Waffengesetz (Messer sichergestellt), eine Gefährdung des Straßenverkehrs aufgrund von Trunkenheit, zwölf Platzverweise und eine Person wurde in Gewahrsam genommen.

In Rietberg waren etwa 5.500 Besucher unterwegs. Dort stellte die Polizei elf Strafanzeigen, unter anderem wegen Körperverletzungen, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz (Messer sichergestellt) und Sachbeschädigungen. Zudem wurden vier Anscheinswaffen sichergestellt, elf Platzverweise ausgesprochen und eine Person wurde in Gewahrsam genommen.

Rund 400 Karnevalisten zog es indes nach Harsewinkel. Dort leistete ein Mann laut Polizei Widerstand, als ihm ein Platzverweis ausgesprochen wurde, und er versucht habe, die Einsatzkräfte zu schlagen. Er wurde daraufhin in Gewahrsam genommen und es wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Insgesamt gab es sieben Platzverweise; zwei Personen kamen ins Polizeigewahrsam.