Die tolle Fotomontage der Polizei in ihrem WhatsApp-Kanal zur jüngsten Kontrolle an der B66 in Lage macht einen Missstand deutlich: Jeder Zweite telefoniert mit dem Handy, statt beide Hände am Steuer zu haben, und lässt sich vom Verkehrsgeschehen ablenken.
Lage. 25 Autofahrer werden wegen «Handy am Steuer» bei der Kontrolle aus dem Verkehr gefischt. Von 53 Fahrzeugen fast jeder Zweite. Doch die Palette von Verstößen gegen die Verkehrsregeln ist noch viel breiter: «gurtfreies Fahren», Missachtung roter Ampeln und Lkw-Verstöße gegen die Ruhe- und Lenkzeiten sind scheinbar an der Tagesordnung.
Lage. Eigentlich will die Polizei am gestrigen Montagmorgen, dem Wochenanfang, nur prüfen, ob die Gurtpflicht von Autofahrern eingehalten wird. Während der rund vierstündigen Kontrolle zwischen 8.30 Uhr und 12.45 Uhr stellen die Polizisten fest: Acht Fahrer sind nicht angeschnallt. Sieben beachten eine rote Ampel nicht. 25 (!) bedienen während der Fahrt ihr Handy. Zwei Brummi-Piloten halten ihre Lenk- und Ruhezeiten nicht ein. Ein Scooter-Fahrer ist ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs.
Was soll man von diesem Befund halten? Im Straßenverkehr sind scheinbar Regelverletzungen in einem Ausmaß üblich, das zum Abbruch jedes Fußballspiels führen würde. Am Ende stünden wegen der verteilten Roten Karten nur noch eine Handvoll Spieler einsam auf dem Platz.
Ich bin ein Zwitterwesen. Ein halbes Arbeitsleben lang Lehrer, die andere Hälfte Journalist. Und immer beides zugleich: Als Deutschlehrer habe ich meinen Schülern eine praktische Nutzung der Sprache abverlangt und mit ihnen „Zeitung in der Schule“ veranstaltet. Als Journalist in verschiedenen Tageszeitungen haben mich immer die Schüler dort – die sogenannten Volontäre – interessiert, denen ich unbedingt etwas beibringen wollte.
Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.
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