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Bielefeld-Sennestadt. Die Polizei ist am Dienstag, 17. März, zu einem größeren Einsatz an der Hansestraße ausgerückt, nachdem Zeugen einen Mann gemeldet hatten, der sich dort als Polizist ausgeben sollte. Wie die Polizei Bielefeld erklärte, seien daraufhin mehrere Streifen zum Parkplatz entsandt worden.


Als der beschriebene Mann die eintreffenden Beamten bemerkte, habe er versucht, zu Fuß zu fliehen. Die Polizisten stellten den 53‑jährigen Bielefelder jedoch wenig später im Nahbereich. Nach Angaben der Einsatzkräfte trug er ein schwarzes Shirt mit der Aufschrift „Polizei“ sowie eine Jacke, an der ein Funkgerät befestigt war. Bei der Kontrolle seien mehrere versteckte Messer und mehrere Pfeffersprayflaschen gefunden worden.

Im Zuge einer richterlich angeordneten Durchsuchung seines Dacia Sandero stellten die Beamten einen weiteren Ausrüstungsgegenstand sicher, der dem äußeren Anschein nach aus dem Polizeibereich stammen könnte. Dazu hätten ein funktionsfähiges Blaulicht, ein am Armaturenbrett installiertes Funkgerät, ein Basecap und eine Schutzweste mit „Polizei“-Schriftzug gehört.

Außerdem fanden sich laut Polizei Absperrband, Verkehrsleitkegel, Hoheitszeichen der Bundespolizei und des Bundeskriminalamts sowie weitere Pfeffersprays, Messer, eine Machete, ein Schlagstock und ein Holzschwert.

Die Beamten berichteten zudem, der Mann habe während der Kontrolle einen auffälligen Redefluss gezeigt und sich unkoordiniert bewegt. Daher sei auf der Polizeiwache Süd eine Blutprobe entnommen worden, die auf mögliche berauschende Substanzen untersucht werde.

Gegen den 53‑Jährigen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Amtsanmaßung, Verstößen gegen das Waffengesetz sowie des Fahrens unter Drogeneinfluss eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.