„Sonderpreis Baumärkte“ feiern in Detmold und Lemgo ihr zehnjähriges Bestehen mit Attraktionen für ihre Kunden: Pommes und Glücksrad

Detmold/Lemgo. „Gibt’s noch Meisenknödel?“, fragt eine Kundin in den Verkaufsraum hinein. „Ja“, antwortet Tessa Albrecht von der Kasse her. „Und auch anderes Vogelfutter.“ „In einem Baumarkt?“, frage ich verdutzt. „Hier gibt’s nichts, was es nicht gibt“, sagt Tessas Kollegin Susanne Schäfer lachend.
Tatsächlich ist das Sortiment weit aufgespannt, „dort, wo die Schraube wohnt“: Mit einem Sortiment aus Schrauben, Kleineisenwaren, Werkzeugen, Farben, Malerzubehör sowie Produkten aus den Bereichen Auto, Garten, Hobby und Haushalt bietet der Markt alles, was Heim- und Handwerker benötigen. Und eben auch Vogelfutter für die Tierfreundin oder Blumen für die Pflanzenfreundin mit dem grünen Daumen. „Blumenerde für 2 Euro“, ruft Ansager DJ Mattes über den Äther. Sein Job ist es, das Publikum mit flotten Sprüchen und unterhaltsamer Musik bei Laune zu halten und auf besonders heiße Schnäppchen hinzuweisen. Unterdessen drehen Tessa Albrecht und Susanne Schäfer am Glücksrad.
Zehn Jahre gibt‘s die beiden Filialen inzwischen, klug gemanagt von Ralf und Hilda Hillert. „Dass wir heute auf zehn erfolgreiche Jahre zurückblicken können, ist dem Einsatz unseres Teams und der Verbundenheit unserer Kunden zu verdanken“, sagt der Detmolder Marktleiter Ralf Hillert. „Besonders freut uns, dass wir hier in der Region Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen konnten. Mit der Jubiläumsfeier möchten wir unseren Kunden herzlich Danke sagen“, so Hillert weiter.

Ein 14-köpfiges Team steht dem Marktleiter in Detmold zur Seite, dazu kommen elf Mitarbeiter um Marktleiter Björn und Stellvertreter René in Lemgo. Beide Baumärkte sind nicht eben klein: So operieren allein die Detmolder auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche, die Lemgoer stehen dem kaum nach.
Kunden sind in großer Zahl zur Jubiläumsfeier gekommen und nehmen das gastronomische Angebot gern mit: Bratwurst und Pommes zum Spottpreis, frische Waffeln mit heißen Kirschen und Zuckerstreusel, aber bitte mit Sahne. Und es gibt etwas zu gewinnen: am Glücksrad und beim „Schraubenschätzen“. Wer nahe herankommt an die Zahl aufgehäufter Schätzchen, geht an den beiden Jubiläumstagen mit Gutscheinen im Wert von 20, 30 oder 50 Euro nach Hause.
Obwohl die Produktpalette weit aufgespannt ist, hebt Marktleiter Ralf Hillert doch eine Besonderheit hervor: die Kilogrammware. „Kunden können sich bei uns ihre Schrauben individuell selbst zusammenstellen – egal, ob sie eine einzelne Schraube oder 1.000 Stück benötigen. So wird jeder Bedarf passgenau gedeckt.“

Zwar packt der Chef selbst mit an und schiebt zum Beispiel die üppigen Blumenregale in die richtige Position, aber er kann nicht alles allein machen. Als Waffelbäcker hat er in Detmold ein Team der Kita Rampendahl engagiert, und in Lemgo bereitet das Team um Vanessa Lessow und Pia Ehlenbröker die süßen Köstlichkeiten zu.

Vanessa Lessow ist die Mutter der dreijährigen Ilvy, und die Einnahmen am Waffelstand sind für das Mädchen mit dem seltenen „Wars2-Syndrom“ gedacht (die LWZ berichtete). „Ihr kleiner Körper kann in bestimmten Situationen nicht ausreichend Energie bereitstellen und dann verzögert sich Ilvys Entwicklung“, erläutert die Mutter im Gespräch mit der LWZ. Und eine normale Erkältung könne schon schlimme gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Trotzdem ist sie guter Dinge: Das „Team Ilvy“ sammelt Spenden, um dem Kind den Alltag zu erleichtern und seine Entwicklung zu fördern. Im evangelischen Kindergarten in Lieme fühlt sich Ilvy pudelwohl, erzählt die Mutter. „Dann kann es schon mal sein, dass sie weint, wenn sie nicht dorthin darf, weil ein Infekt unter den Kindern für Ilvy lebensgefährlich sein könnte.“ „Toll, dass wir hier die Gelegenheit geboten bekommen, Spenden zu sammeln“, sagt Vanessa Lessow.
Auch im Detmolder Waffelzelt lobt das Team der Kita Rampendahl Marktleiter Ralf Hillert. „Er hat uns Zelt und Mobiliar zur Verfügung gestellt, aber die Einnahmen dürfen wir für den Kindergarten behalten“, sagt Mareike Holste. Und auch am Bratwurststand zeigt sich Michael Holzhauer von der Lemgoer Fleischerei Welsche sehr zufrieden mit der subventionierten „Mantaplatte“, die reißenden Absatz findet.

Ralf und Hilda Hillert können mit der Resonanz auf ihr Jubiläumsfest zufrieden sein: Der Freitag lief außerordentlich gut. Förderlich war da einfach schon das trockene Wetter mit stellenweise Sonnenschein. Und am zweiten Tag machten sich die kleinen Katzen, Tiger und Schmetterlinge beim Kinderschminken vor ein paar Regentropfen nicht bange.
Wer steckt hinter den beiden „Sonderpreis Baumärkten“ in Detmold und Lemgo? Sie gehören zur „Fishbull“-Familie von 360 Baumärkten in ganz Deutschland, davon rund 170 selbstständige Franchise-Märkte. Im Jahr 2005 gegründet, weitete sich die Einzelhandelskette schnell aus und beschäftigt aktuell rund 4.000 Mitarbeiter.





