Bielefeld-Gellershagen. Ein ungewöhnlicher Leichenfund im Bielefelder Stadtteil Gellershagen hat in der Nacht zu Sonntag, 12. April, einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.
Nach Angaben der Polizei Bielefeld habe ein Mann gegen 21.50 Uhr telefonisch die Leitstelle verständigt und mitgeteilt, er habe den Leichnam seiner Schwester in einer Kühltruhe entdeckt.
Der Fundort habe sich laut Polizei in der Kellerwohnung eines Mehrfamilienhauses an der Klopstockstraße in Bielefeld-Gellershagen befunden. Die eingesetzten Streifenbeamten hätten in der Gefriertruhe den Leichnam der 28‑jährigen Wohnungsinhaberin aufgefunden. Anschließend hätten Kriminalbeamte die Spurensicherung am Tatort übernommen.
Weiter erklärte die Polizei, der Leichnam müsse zunächst vollständig aufgetaut werden. Die Obduktion sei daher voraussichtlich für Dienstag angesetzt, um die Todesursache und den genauen Todeszeitpunkt festzustellen. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten derzeit keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht werden.
Die Mordkommission der Polizei Bielefeld hat unter der Leitung des Ersten Kriminalhauptkommissars Markus Mertens die Ermittlungen aufgenommen. Ziel sei es, die Hintergründe des Todesfalls zu klären und mögliche Tatbeteiligte zu identifizieren.
Nach Informationen der Bild-Zeitung hätten Bruder und Schwester gemeinsam in der Wohnung gelebt. Als dringend tatverdächtig gilt laut dem Bericht der Ex-Freund des Opfers. Die Polizei suche derzeit nach dem vorbestraften Mann, der noch bis vor Kurzem in Haft gesessen habe.




