Symbolbild. Foto: Pixabay

Münster/Bielefeld. Ein 41-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz ist nach Angaben der Polizei am Samstag, 30. Mai, im Polizeigewahrsam Münster verstorben. Der Mann sei zuvor am Vormittag alkoholisiert nach einem versuchten Raubdelikt vorläufig festgenommen worden und habe am Folgetag einem Haftrichter vorgeführt werden sollen.


Wie die Polizei weiter mitteilte, hätten Beamte den 41-Jährigen gegen 19 Uhr leblos in seiner Zelle aufgefunden. Sofort seien Rettungsdienst und Notarzt alarmiert worden. Der Notarzt habe jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

Aus Neutralitätsgründen habe noch am selben Abend das Polizeipräsidium Bielefeld die weiteren Ermittlungen übernommen, hieß es. Der Leichnam sei am Montag, 1. Juni, im Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Münster obduziert worden.

Eine eindeutige Todesursache habe laut Polizei im Rahmen der Obduktion zunächst nicht festgestellt werden können. Hinweise auf eine äußere Fremdeinwirkung hätten sich demnach nicht ergeben. Stattdessen gebe es Anhaltspunkte für eine mögliche Intoxikation. Erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass der Verstorbene über einen längeren Zeitraum Alkohol konsumiert habe und möglicherweise auch Betäubungsmittel eingenommen habe.

Zur weiteren Klärung der genauen Todesursache sei ein rechtsmedizinisches, chemisch-toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben worden, teilte die Polizei mit.