
Detmold. „Und Action!“, hieß es vor kurzem wieder in Detmold und Umgebung. Zwischen dem 8. und 17. Juni verwandelten sich unter anderem Detmolds Innenstadt sowie der Donoper Teich in eine Filmkulisse für den zweiten und dritten Teil der ZDF-Krimireihe „Im Grunde Mord“.
Insgesamt dauern die Dreharbeiten in Hamburg, Detmold und Umgebung noch bis zum 27. Juli an. Nach dem Quotenerfolg des ersten Teils „Im Grunde Mord – Blutsbande“, 5,83 Millionen Zuschauer sahen den Detmold-Krimi im ZDF, was einem Marktanteil von 25,2 Prozent entsprach, wurde nun für die Fortsetzungen in der Region gedreht.
„Für mich hat Detmold eine sehr angenehme Wärme sowie viele schöne Orte und Motive, wo wir drehen können. Die Externsteine, unser Drehort im vergangenen Jahr, waren sehr imposant, aber auch im Umland gibt es zum Beispiel sehr viele tolle Wälder oder Höfe“, zeigt sich der Darsteller von Kommissar Leon Schäfer, Jakob Benkhöfer, begeistert von ihrem Drehort.
Auch seine Schauspielkollegin Ann-Kathrin Kramer findet: „Hier herrscht irgendwie ein anderes Tempo, es ist eine sehr schöne und charmante Stadt, in der man sich einfach treiben lassen kann.“ Zudem ergänzt sie: „Einer meiner Lieblingsorte ist das Landestheater, wo ich vor einiger Zeit bereits eine Lesung geben durfte.“
Was die Zuschauer zusätzlich zu bekannten Locations aus der Region von den beiden neuen Teilen der Krimireihe erwarten dürfen? „Bekannte Gesichter, neue Konflikte und gesellschaftlich aktuelle Themen wie zum Beispiel Femizide“, erklärt Schauspielerin und Darstellerin der Kommissarin Paula Schäfer, Hanna Plaß. Ihr Kollege und Serien-Bruder fügt hinzu: „Außerdem ist die Dynamik der Geschwister mittlerweile eingespielt, sie arbeiten besser zusammen. Reibereien bleiben wie bei vielen Geschwistern zwar bestehen, spielen sich aber eher im Privaten ab.“
Mord im Wald und ein verschwundenes Baby
Im zweiten Teil der Krimireihe „Im Grunde Mord – Hexenjagd“ wird nachts in einem Waldstück eine Leiche gefunden, ausgerechnet von Holger Schäfer (Rainer Reiners), dem an Demenz erkrankten Vater der Kriminalkommissare Paula (Hanna Plaß) und Leon Schäfer (Jakob Benkhofer).

Die Ermittlungen führen die Kommissare zu einem bekannten Scheidungsanwalt, der nicht nur eine Vorgeschichte mit der Staatsanwältin Britta Everslage (Ann-Kathrin Kramer) hat, sondern auch der Vorgesetzte des Toten Peer Haverich (Christopher Fliether) war, der für ihn als Privatdetektiv gearbeitet hat. Die Kommissare finden sich in einem komplexen und unvorhersehbaren Fall wieder.
Besonders bedrückend wird es laut Schauspielerin Plaß im dritten Teil der Reihe „Im Grunde Mord – Stille Wasser“, der sich unter anderem mit der Entführung eines Babys beschäftigte. Während eines Wanderausflugs am Donoper Teich wird die zehn Monate alte Mila entführt, die Detmolder Kripo rund um Paula und Leon Schäfer ermittelt.
Einen entscheidenden Hinweis bekommen die Ermittler schließlich von Maike Tenger (Sabrina Amali), der ehemaligen Vorgesetzten des Kommissars. Während dieser feststellen muss, dass er zu lange der falschen Person vertraut hat, gerät seine Schwester beim Rettungsversuch der Entführten in Lebensgefahr.
Als Regisseur setzt erneut Bruno Grass die Drehbücher von Stefan Rogall um. Die Produktion übernehmen Network Movie Film- und Fernsehproduktion, Bernd von Fehrn und Anne-Lena Dwyer. Daniel Bluhm hat die ZDF-Redaktion inne. Die Ausstrahlung des neuen Detmold-Krimis ist voraussichtlich im Jahr 2027 zu erwarten.




