Polle. Im Zuge umfangreicher Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Cannabisanbaus haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine mutmaßliche Cannabis-Plantage in einer ehemaligen Gaststätte in Polle im Landkreis Holzminden aufgedeckt. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden richten sich die laufenden Untersuchungen derzeit gegen fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 24 und 54 Jahren.
Wie das Polizeikommissariat Holzminden und die Staatsanwaltschaft Hildesheim mitteilten, laufen die Ermittlungen bereits seit Anfang Februar 2026. Demnach steht eine zunächst unbekannte Personengruppe im Verdacht, in dem Gebäude in Polle eine professionelle Anlage zum Anbau von Cannabis betrieben zu haben.
Auf Grundlage eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses durchsuchten Einsatzkräfte am Donnerstag, 2. Juli, das Objekt. Dabei seien drei Männer im Gebäude angetroffen und vorläufig festgenommen worden. Einer der Tatverdächtigen habe zunächst versucht zu flüchten, sei jedoch in unmittelbarer Nähe des Gebäudes gestoppt und ebenfalls vorläufig festgenommen worden.
Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler nach eigenen Angaben eine professionell eingerichtete Cannabisaufzuchtanlage fest. Die dort aufgefundenen Cannabispflanzen seien sichergestellt worden und würden nun weiter untersucht.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen hätten sich zudem Hinweise auf weitere Verdächtige in der Region Hannover ergeben. Dort seien zwei weitere Männer vorläufig festgenommen worden. Außerdem hätten die Einsatzkräfte weitere mutmaßlich illegale Substanzen sowie größere Bargeldbeträge sichergestellt.
Damit konzentrieren sich die Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Drogenanbaus und möglicher Verstöße gegen das Cannabis- und Betäubungsmittelrecht aktuell auf insgesamt fünf Beschuldigte.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizei Holzminden werde derzeit geprüft, ob die Voraussetzungen für den Erlass von Haftbefehlen vorliegen. Die Ermittlungen dauern an.
Weitere Einzelheiten zu dem Einsatz und den Beschuldigten wollen die Ermittlungsbehörden nach eigenen Angaben im Laufe des morgigen Tages in einer ergänzenden Pressemitteilung bekannt geben.






