In Suzhou feiert Weidmüller mit zahlreichen Gästen den Spatenstich für den neuen asiatischen Hauptsitz. Foto: Weidmüller

Detmold/Suzhou. Mit dem offiziellen Spatenstich für eine neue asiatische Unternehmenszentrale in Suzhou hat das Detmolder Familienunternehmen Weidmüller einen weiteren Meilenstein seiner internationalen Wachstumsstrategie erreicht. Das Projekt markiert einen bedeutenden Ausbau der Aktivitäten in China, wo das Unternehmen bereits seit mehr als 30 Jahren vertreten ist.


Zur feierlichen Grundsteinlegung begrüßte Weidmüller neben Unternehmensvertretern auch zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Visualisierung des neuen Standorts von Weidmüller in China. Grafik Weidmüller

Unter den Teilnehmern waren André Sombecki, Finanzvorstand der Weidmüller-Gruppe, Lance Zhao, Executive Vice President der Region Asien, Vivian Liu vom Suzhou Industrial Park (SIP), Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Hainan Bielefeld University of Applied Sciences, sowie Michael Kern, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in Ostchina. Darüber hinaus nahmen rund 100 Branchenführer, wichtige Geschäftspartner und geladene Kunden an der Veranstaltung teil.

Größte Investition in der Unternehmensgeschichte außerhalb Deutschlands

Für Weidmüller handelt es sich nach eigenen Angaben um die größte Investition in der Unternehmensgeschichte außerhalb Deutschlands. Ziel sei es, die lokale Wertschöpfung in einem der wichtigsten Märkte des Unternehmens weiter auszubauen und die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen.

„Mit der größten Investition in unserer Unternehmensgeschichte außerhalb Deutschlands stärken wir gezielt die lokale Wertschöpfung und schaffen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in einem unserer wichtigsten Märkte. Das Projekt ist ein konsequenter Schritt unserer Strategie, weltweit nah an unseren Kunden zu sein und Entwicklung, Produktion sowie Entscheidungswege stärker zu lokalisieren“, erklärte André Sombecki, Finanzvorstand von Weidmüller und verantwortlich für Asien.

Gemeinsam mit dem Team vor Ort wolle das Unternehmen an Geschwindigkeit gewinnen, die Flexibilität erhöhen und noch gezielter auf die Anforderungen von Kunden und Partnern reagieren. Die neue Unternehmenszentrale unterstreiche zudem das langfristige Engagement für den Ausbau lokaler Kompetenzen sowie die Weiterentwicklung eines resilienten globalen Produktions- und Entwicklungsnetzwerks.

Der neue Standort soll künftig sämtliche zentralen Funktionen für die asiatische Region an einem Ort bündeln. Geplant sind unter anderem intelligente Fertigung, moderne Entwicklungsbereiche, Logistik, Engineering sowie Schulungs- und Kundencenter. Damit entsteht ein regionales Zentrum, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt.

Nach der Fertigstellung wird die neue Zentrale gemeinsam mit dem bereits bestehenden Produktionsstandort in Suzhou die beiden „Wachstumsmotoren“ von Weidmüller in Asien bilden. Das Unternehmen erwartet dadurch eine neue Phase der Modernisierung seiner Wertschöpfungskette und eine optimierte Verteilung regionaler Ressourcen.

Auch Lance Zhao sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die regionale Entwicklung des Unternehmens. „Dieses Projekt stellt eine wichtige Erweiterung unserer Strategie ‚Local for Local‘ dar und ist ein bedeutender Schritt zur Stärkung unserer kundenorientierten Kompetenzen“, sagte der Executive Vice President der Region Asien. Ziel sei es, mit einer hochintelligenten und digitalisierten Betriebszentrale ein lokales Ökosystem aufzubauen, das schnellere Reaktionszeiten, eine zuverlässigere Versorgung und innovative Technologien ermöglicht.

In der ersten Ausbaustufe wird die neue asiatische Unternehmenszentrale eine Fläche von rund 40.000 Quadratmetern umfassen. Nach ihrer Fertigstellung soll sich die Produktionskapazität des Weidmüller-Standorts in Suzhou voraussichtlich mehr als verdreifachen.

Parallel dazu wird auch das Portfolio der speziell für den asiatischen Markt entwickelten Marke Qilin weiter ausgebaut und für die Produktion am neuen Standort skaliert. Künftig sollen damit noch mehr hochwertige Lösungen „entwickelt in China, hergestellt in China“ für Kunden in Asien und darüber hinaus bereitgestellt werden.

Vor dem Hintergrund des tiefgreifenden Wandels der globalen Industrielandschaft wertet Weidmüller den Neubau nicht nur als reine Kapazitätserweiterung, sondern als strategische Stärkung seiner regionalen Wettbewerbsfähigkeit.

Auf Basis der neuen Plattform will das Unternehmen seinen Kunden künftig eine noch stabilere, effizientere und besser planbare operative Unterstützung bieten und sie als Partner bei der digitalen Transformation sowie ihrer langfristigen Entwicklung begleiten.