Einsatzkräfte sichern das Wühlmausgift. Foto: Die Blaulichtfotografen

Leopoldshöhe. Ein ungewöhnlicher Einsatz hat in der Nacht zu Dienstag, 7. Juli, die Feuerwehren aus Leopoldshöhe, Oerlinghausen und Helpup auf den Plan gerufen. Gegen 23.30 Uhr wurde an der Hövenstraße in Leopoldshöhe ein Austritt des Gefahrstoffs Polythanol gemeldet.


Auslöser war ein älteres Präparat zur Wühlmausbekämpfung, das ein Anwohner noch zu Hause hatte, ein Mittel, das früher regulär im Handel erhältlich war. Er brachte es bestimmungsgemäß im Garten aus, bemerkte jedoch schnell, dass sich ein intensiver Geruch entwickelte.

Daraufhin grub er das Mittel eigenständig wieder aus und füllte es in zwei Eimer um. Doch damit war das Problem noch nicht gelöst: Polythanol reagiert mit Wasser, und da der Boden, in dem das Präparat eingebracht worden war, feucht gewesen war, setzte die Reaktion auch in den Eimern weiter fort.

Der Anwohner alarmierte daraufhin die Feuerwehr. Die eintreffenden Einsatzkräfte übernahmen die Lage und vergruben die Reste des Mittels mit ausreichend Sicherheitsabstand wieder im Garten. Laut Sicherheitsdatenblatt löst sich der Stoff innerhalb von 48 Stunden vollständig auf.

Insgesamt waren rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren Leopoldshöhe, Oerlinghausen sowie Helpup, letztere mit einem Mittleren Löschfahrzeug (MLF), über mehrere Stunden vor Ort im Einsatz.