Am sogenannten Abschneider entstehen im Sekundentakt Ziegelrohlinge. Foto: LWL/Philipp Harms

Lage. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) führt an zwei Wochenenden im Juli jeweils Freitag bis Sonntag (17. bis 19. Juli und 24. bis 26. Juli) im LWL-Museum Ziegelei Lage die industrielle Herstellung von Ziegelsteinen vor.


Vom Lehmtransport in Loren bis zur Einlagerung der Ziegelrohlinge in die Trockenhorde können Besucher alle Produktionsschritte hautnah miterleben.

Insgesamt 78 Loren werden an zwei Wochenenden ins Maschinenhaus gezogen. Foto: LWL/Philipp Harms

Vorab können Interessierte an den Sonntagen (12. und 22. Juli) zwischen 11 und 17 Uhr beobachten, wie der alte Eimerkettenbagger tonnenweise Lehm für die Maschinenziegelei in die Loren schaufelt. Die gefüllten Loren werden an den Produktionstagen jeweils von 10 bis 11 Uhr und von 14 bis 15 Uhr mittels einer Seilwinde in das Maschinenhaus hochgezogen.

Danach beginnen die Walzen des tonnenschweren Kollergangs, den Lehm fein zu mahlen und bringen dabei das gesamte Maschinenhaus zum Beben. Über Förderbänder gelangt das Gemenge in die Strangpresse. Sie formt einen kontinuierlichen Strang aus Ton, von dem stündlich mehrere hundert Ziegel abgeschnitten werden. Die Maschinenziegelei ist jeweils von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr in Betrieb.

Der alte Eimerkettenbagger am Eingang des Museums schaufelt eine Tonne Lehm in 15 Minuten in die Loren. Foto: LWL/Lara Ullrich

Insgesamt werden so rund 15.000 Ziegelrohlinge hergestellt. Die Rohlinge werden im Laufe des Jahres getrocknet und zum kommenden Museumsfest im kommenden Jahr im historischen Ringofen des Museums gebrannt. Die fertigen Ziegelsteine stehen anschließend in unterschiedlichen Brennqualitäten palettenweise zum Verkauf. Der Museumseintritt beträgt 6 Euro, Kinder besuchen das Museum kostenlos.