Kreis Lippe/Lemgo. Das Apfelallergieprojekt des BUND Lemgo sorgt inzwischen auch über Deutschlands Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit. Auf einer Konferenz zum Europäischen Grünen Band hatte Jörg Hacker vom BUND Bayern über das Projekt berichtet und damit das Interesse von Naturschützern aus Bulgarien und Nordmazedonien geweckt.
Jasmina Pashaliska Andonovska und Sofia Kostadinova-Ilkova, die sich in ihren Heimatländern für den Erhalt traditioneller Obstsorten engagieren, baten um die Vermittlung eines Kontaktes zum BUND Lemgo.
In einem Schreiben betonte Kostadinova-Ilkova die enge Verbindung zwischen alten Obstsorten, biologischer Vielfalt und der menschlichen Gesundheit. Zugleich hob sie hervor, dass traditionelle Sorten nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für den Erhalt kulturellen Erbes und eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum von großer Bedeutung seien.
Willi Hennebrüder vom BUND Lemgo zeigte sich erfreut über das internationale Interesse. Die bisherigen Erkenntnisse zur guten Verträglichkeit alter Streuobstsorten für viele Apfelallergiker machten deutlich, welchen besonderen Wert diese Sorten besitzen und wie wichtig ihr Erhalt sei.
Die Ergebnisse des Projekts würden mittlerweile nicht nur von Betroffenen, sondern auch von Wissenschaftlern und Naturschutzorganisationen aufmerksam verfolgt. Der BUND Lemgo hat seinen neuen Partnern sämtliche Infos zum Projekt zur Verfügung gestellt und einen weiteren Austausch zugesagt.
Darüber hinaus stehen die Lemgoer Naturschützer weiterhin in Kontakt mit Professor Dr. Karl-Christian Bergmann vom Allergiezentrum der Berliner Charité sowie mit Professor DDr. Klaus Eisendle aus Bozen, der das Forschungsprojekt „Apfeltherapie zur Heilung von Apfel- und Birkenpollenallergie“ leitet.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis werden dabei regelmäßig ausgetauscht. Aus Sicht des BUND Lemgo könnte der Kontakt nach Bulgarien und Nordmazedonien künftig die Grundlage für gemeinsame internationale Projekte in den Bereichen Streuobstwiesen, Naturschutz, Umweltbildung und nachhaltige Landwirtschaft bilden.






