
Bad Salzuflen. Hochwertiges Porzellan, seltene Antiquitäten, Musik-CDs, aber auch einfach nur Bekleidung – der zweite Bad Salzufler Nachtflohmarkt hatte alles zu bieten.
Die Stadt war schon ab 17 Uhr gefüllt wie zu Zeiten des „Salzsiederfestes“, die Stände nach Ausschreibung schon innerhalb eines Tages vergeben. Einmal mehr lockte der Nachtflohmarkt Entdeckerfreunde, Unikatsammler sowie Nachtschwärmer in die Kurstadt. Der große Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr hatte sich wohl rumgesprochen. Die Stadt war, wie der Lipper zu sagen pflegt, „rappelvoll“.
Ein guter Mix von Menschen jeden Alters schob sich zwischen Schliepsteiner Tor, Steege, Damm- und Lange Straße hin und her. Und die Menschen waren kaufwillig. Das bestätigten die Händler auf Nachfrage. Schon beim Aufbau seien Dinge direkt aus den Kartons verkauft worden, sagten einige.
An den Food-Ständen bildeten sich schnell lange Schlangen und die Eisdielen und Restaurants an der Einkaufsmeile waren fix gefüllt. 63 Stände hatten sich angemeldet, darunter auch Mario Jonas, der früher einen Fahrradladen in Herford am Gänsemarkt betrieben hatte. Er bot an seinem Stand zwei außergewöhnliche Fahrräder an: ein E-Bike aus Amerika, das mit speichenlosen Rädern und Vollgummireifen genauso einen futuristischen Eindruck machte wie sein danebenstehender Eigenbau. Das Single-Speed-Rad hatte er zusammen mit einem befreundeten Bootsbauer aus der Wohnzimmertischplatte seiner Mutter gebaut.
Nur wenige Meter weiter bot Salzuflens prominenter Antiquitätenhändler, Sven Deutschmanek, Dinge aus seinem Laden an. Sein Stand war natürlich umlagert. Viele Menschen wollten den fernsehbekannten Spezialisten („Bares für Rares“) einmal live sehen.
Aber auch einfache Dinge aus den 1960er-Jahren waren zu finden, wie etwa das klassische graue Wählscheibentelefon, das wohl jede Familie zuhause hatte, oder ein Schleuderasche mit Feuerzeug und eine Zigarettendose für den gepflegten Raucher auf einem Edelstahltablett.
Passend zum „Bummelflair“ hatten auch 15 Ladengeschäfte in der Innenstadt bis in die späten Abendstunden hinein ihre Türen für die Kundschaft geöffnet.
Viel Lob war von vielen Anbietern, aber auch Besuchern zu der von den Verantwortlichen für das Stadtmarketing und Veranstaltungen organisierten Veranstaltung zu hören. Die Stadt erlebte außerhalb des Weinfestes und des Weihnachtsmarktes wieder große Aufmerksamkeit … und dies an einem ganz normalen Samstag.






