Bad Salzuflen/Bielefeld/Gütersloh/Herford. Die Städte Bad Salzuflen, Bielefeld, Gütersloh und Herford wollen bei der Aus- und Fortbildung ihrer Kommunalen Ordnungsdienste künftig eng zusammenarbeiten.
Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung schaffen die vier Kommunen die Grundlage für eine langfristige und praxisnahe Kooperation.
Ziel der Zusammenarbeit sei es, gemeinsame Schulungsangebote zu entwickeln und durchzuführen. Dabei sollen Themen wie rechtliche Grundlagen, Deeskalation, Selbstbehauptung und Eingriffstechniken vermittelt werden.
Die Städte wollen damit die Handlungssicherheit ihrer Mitarbeiter stärken, Qualitätsstandards weiterentwickeln und den fachlichen Austausch fördern.
Die Kooperation versteht sich zugleich als Beitrag zur Stärkung der Regiopolregion Bielefeld. Durch die Bündelung von Kompetenzen, den gemeinsamen Einsatz von Ressourcen und den Austausch von Erfahrungen über Stadtgrenzen hinweg sollen Sichtbarkeit und Leistungsfähigkeit des kommunalen Verbunds weiter ausgebaut werden.
Nach Auffassung der beteiligten Städte profitieren davon auch die Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen sich auf professionell ausgebildete, rechtssicher handelnde und bürgernahe Kommunale Ordnungsdienste verlassen können.
Bad Salzuflens Bürgermeister Dirk Tolkemitt bezeichnet die Vereinbarung als Beispiel dafür, wie Kommunen gemeinsame Lösungen für ähnliche Herausforderungen entwickeln können. Besonders wichtig sei ihm der offene Ansatz der Kooperation. Bei ausreichenden Kapazitäten könnten künftig auch weitere Kommunen der Regiopolregion Bielefeld von einzelnen Schulungsangeboten profitieren.
Bielefelds Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer betont die wachsenden Anforderungen an die Beschäftigten der Ordnungsdienste. Diese müssten rechtssicher handeln, auch in schwierigen Situationen professionell reagieren und gleichzeitig respektvoll mit den Menschen umgehen.
Bielefeld übernehme deshalb gerne die Federführung der Zusammenarbeit. Die Vereinbarung sei ein starkes Signal für eine Region, die bei gemeinsamen Herausforderungen auf Zusammenarbeit und praktische Lösungen setze.
Auch Güterslohs Bürgermeister Matthias Trepper sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt. Die Erwartungen der Bevölkerung an Sicherheit und Ordnung seien hoch. Durch die gemeinsame Qualifizierung werde nicht nur ein hoher Qualitätsanspruch gesichert, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ermöglicht. Interkommunale Zusammenarbeit zeige ihren Wert vor allem dort, wo sie den Arbeitsalltag konkret verbessere.
Herfords Bürgermeisterin Anke Theisen hebt die Bedeutung einer fundierten Ausbildung hervor. Die Beschäftigten der Kommunalen Ordnungsdienste seien täglich mit unterschiedlichsten Menschen und Situationen konfrontiert. Neben rechtlichem Fachwissen seien daher kommunikative Fähigkeiten und Deeskalationskompetenz unverzichtbar. Als ehemalige Polizeibeamtin wisse sie aus eigener Erfahrung, wie wichtig regelmäßige Fortbildung und Training für professionelles Handeln seien.
Mit der Vereinbarung setzen die vier Städte nach eigenen Angaben ein gemeinsames Zeichen für zukunftsorientierte Zusammenarbeit im öffentlichen Dienst. Gleichzeitig soll die Grundlage für ein stärkeres regionales Netzwerk und weitere gemeinsame Projekte geschaffen werden.






