Halle (Westf.). Bei der Explosion eines pyrotechnischen Gegenstands ist ein 13-Jähriger am frühen Sonntagabend, 27. September, in Halle schwer an der Hand verletzt worden. Zwei weitere Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren erlitten leichte Verletzungen.
Wie es zu dem Vorfall kam, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Die Polizei Gütersloh hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet und sucht weitere Zeugen.
Gegen 18.45 Uhr verständigten Zeugen Polizei und Rettungsdienst. Aus dem Bereich eines Waldstücks am Maschweg in Richtung Kleinebach war zunächst ein starkes Explosionsgeräusch zu hören, anschließend wurde eine verletzte Person wahrgenommen.
Eine eingesetzte Streifenwagenbesatzung traf kurze Zeit später an der Einmündung Maschweg/Hökers Wiesen auf drei Jugendliche im Alter von 13, 15 und 16 Jahren. Der schwer an der Hand verletzte 13-Jährige wurde zunächst vom Rettungsdienst vor Ort behandelt und anschließend zur weiteren stationären Behandlung in ein Bielefelder Krankenhaus gebracht. Der 15- und der 16-Jährige waren ebenfalls leicht verletzt, benötigten vor Ort allerdings keine Behandlung.
Jugendliche berichten von zwei Unbekannten
Nach ersten Angaben der drei Jugendlichen hatten sie sich auf dem Waldweg des Maschwegs in Richtung Waldstück befunden, als zwei bislang unbekannte Jugendliche einen Böller in ihre Nähe auf den Boden geworfen haben sollen. Dieser sei anschließend explodiert. Dadurch seien die schwere Handverletzung des 13-Jährigen und die leichte Handverletzung des 15-Jährigen entstanden.
Die beiden unbekannten Jugendlichen sollen nach der Explosion zu Fuß davongelaufen sein. Eine nähere Beschreibung liegt bislang nicht vor. Die drei Jugendlichen konnten lediglich angeben, dass die beiden Unbekannten dunkel gekleidet gewesen seien.
Zeugenaussagen widersprechen Schilderung
Andere Beobachtungen werfen jedoch Fragen zum genauen Ablauf auf. Nach Angaben von Zeugen waren auf dem Feldweg lediglich die drei Jugendlichen wahrgenommen worden. Auch nach der Explosion seien nur diese drei zur Einmündung Maschweg/Hökers Wiesen gelaufen.
Weitere Zeugen fanden zudem an einem von den drei Jugendlichen zurückgelassenen E-Scooter ein Feuerzeug. Die Polizeibeamten stellten dieses sicher.
Aufgrund der bislang unterschiedlichen Aussagen versucht die Polizei Gütersloh nun, den genauen Ablauf des Geschehens zu klären. Gesucht werden weitere Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können oder im Bereich des Maschwegs verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Schon am späten Freitagabend, 25. September, war es in Halle zu einem weiteren Vorfall mit einem pyrotechnischen Gegenstand gekommen. Gegen 23.17 Uhr beschädigten zwei unbekannte Jugendliche an der Berliner Straße einen Postkasten.
Die beiden nicht näher beschriebenen Jugendlichen flüchteten anschließend auf E-Scootern in Richtung Gartnischer Weg. Ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, geht aus den bisherigen Angaben der Polizei nicht hervor. Hinweise zu beiden Vorfällen nimmt die Polizei Gütersloh unter der Telefonnummer 05241/869-0 entgegen.






