Blick auf die Mittelstraße in der Lemgoer Innenstadt. Foto: Stadt Lemgo

Lemgo. Ausprobieren, Erfahrungen sammeln und herausfinden, ob aus einer guten Idee vielleicht ein dauerhaftes Geschäft werden kann: Der Pop-up-Store an der Lemgoer Mittelstraße hat sich 2026 als Experimentierfläche für kreative Konzepte etabliert.


Mehr als 25 Projekte nutzten die Gelegenheit, ihre Angebote einem Publikum zu präsentieren. Nach der erfolgreichen ersten Runde steht nun fest: Auch 2027 soll das Konzept fortgesetzt werden.

Die Alte Hansestadt Lemgo sucht deshalb bereits jetzt nach Menschen, die mit ihren Ideen im kommenden Jahr den Schritt in die Innenstadt wagen möchten. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um ein klassisches Einzelhandelsangebot handeln. Produkte und Dienstleistungen sind ebenso willkommen wie Workshops oder besondere Geschäftskonzepte.

Der Pop-up-Store soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, ihre Ideen unter realen Bedingungen zu testen, mit Kundinnen und Kunden ins Gespräch zu kommen und unmittelbare Reaktionen auf das eigene Angebot zu erhalten. Gleichzeitig sollen auf diese Weise immer wieder neue Impulse in die Lemgoer Innenstadt gebracht werden.

Vom Pop-up zum eigenen Geschäft

Wie der zeitlich begrenzte Auftritt zum Sprungbrett werden kann, zeigt das Beispiel Hundewerk24. Das Angebot rund um Hundeartikel gehörte 2026 zu den ersten Projekten, die den Pop-up-Store nutzten, um sich und seine Produkte einem neuen Publikum vorzustellen. Inzwischen ist daraus ein neues Geschäft entstanden.

Für Bürgermeister Markus Baier ist diese Entwicklung ein Beispiel dafür, was mit dem Projekt erreicht werden soll. „Wir haben den Pop-up-Store mit einem klaren Konzept ins Leben gerufen, nämlich um Menschen die Möglichkeit zu geben, eine Geschäftsidee ohne großes finanzielles Risiko auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln“, sagt Baier.

„Das Ziel dahinter ist ebenso klar: Wir wollen neue Angebote für unsere Innenstadt, die gut zu Lemgo passen und hier möglichst dauerhaft Bestand haben. Dass aus einem der ersten Pop-up-Angebote inzwischen ein neues Geschäft geworden ist, freut uns besonders. Es zeigt, dass aus einer Idee mit dem richtigen Konzept und etwas Mut auch etwas Dauerhaftes entstehen kann“, ergänzt er.

Dass sich der Ansatz keineswegs auf einzelne Branchen beschränkt, hat sich bereits 2026 gezeigt. Das Spektrum reichte von Mode und Möbeln über Kunst, Workshops und Dienstleistungen bis hin zu Start-ups aus dem Hochschulumfeld.

Bis zu vier Wochen mitten in der Innenstadt

Die Teilnehmer können die Fläche für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen nutzen. Dort haben sie die Möglichkeit, Produkte, Dienstleistungen oder andere Konzepte mitten in der Innenstadt vorzustellen und gleichzeitig den direkten Kontakt zum Publikum zu suchen.

„Der Pop-up-Store ist bewusst als unkomplizierte Möglichkeit angelegt, erste Erfahrungen im stationären Handel zu sammeln“, erklärt Wirtschaftsförderer Tobias Vietz. „Die Entwicklung von Hundewerk 24 zeigt, welches Potenzial darin steckt. Gleichzeitig haben wir in diesem Jahr viele unterschiedliche Ideen kennengelernt und gesehen, wie vielfältig die Angebote sein können. Deswegen freuen wir uns, den Pop-up-Store auch im kommenden Jahr so weiterführen zu können.“

Auch 2027 bleibt die Teilnahme kostenfrei. Wer mitmachen möchte, muss allerdings selbst vor Ort sein und die Fläche von Mittwoch bis einschließlich Samstag öffnen. Abhängig davon, wie viel Platz die jeweiligen Angebote benötigen, können auch mehrere Ideen gleichzeitig im Pop-up-Store präsentiert werden.

Erste Anmeldephase läuft bis 26. Oktober

Wer ein eigenes Produkt, eine Dienstleistung oder eine andere Geschäftsidee in Lemgo ausprobieren möchte, kann sich bereits jetzt unverbindlich vormerken lassen. Die erste Anmeldephase für 2027 läuft ab sofort und endet am 26. Oktober dieses Jahres.

Weitere Informationen gibt es bei der Lemgoer Wirtschaftsförderung unter der Telefonnummer 05261/213-250, per E-Mail sowie unter www.lemgo.de mit dem Stichwort „Pop-up“.