Der E-Scooter ist für Jugendliche nicht nur ein Fortbewegungsmittel von A nach B: Dann könnten sie ja auch mit dem Fahrrad fahren. Nein, es ist ein Status-Symbol geworden. Mit so einem Teil machst du in deiner Gruppe etwas her. Die Verführung zu Regelverletzungen und abenteuerlichem Tuning ist groß. Die Polizei hält im Dienste der Verkehrssicherheit mit Kontrollen dagegen. Symbolfoto: Pexels

Lage. Für einige jugendliche Draufgänger endete der Mittwoch mit einer unangenehmen Überraschung. Polizei­kräfte der Wache Lage und des Verkehrsdienstes waren in Müssen und Billinghausen unterwegs, um insbesondere junge Fahrer sowie die zunehmende Zahl der E-Scooter genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei kam allerdings deutlich mehr zum Vorschein als lediglich kleinere Verstöße.


Die Bilanz des Einsatzes: 28 Verwarngelder, 15 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und fünf Strafanzeigen wegen Verkehrsdelikten.

Besonders ins Auge fiel ein 15-Jähriger auf einem E-Scooter. Nach seinen eigenen Angaben soll das Gefährt theoretisch bis zu 78 Stundenkilometer schnell sein, gab er stolz zu Protokoll. Eine Geschwindigkeit, bei der sich selbst ein harmloser Tretroller in ein gefährliches Verkehrsmittel verwandeln würde (steil bergab ist das möglich). Die Beamten hegten den Verdacht, dass technisch nachgeholfen worden war, und stellten den Scooter deshalb sicher. Hinzu kam: Der Jugendliche besaß keine Fahrerlaubnis.

Bald doppelt so alt, aber mindestens genau so unvernünftig: Ein 28-jähriger Autofahrer geriet bei der Kontrolle auch ins Visier der Einsatzkräfte. Er saß ohne gültige Fahrerlaubnis am Steuer seines Audi, der zudem überhaupt nicht zugelassen war. Damit nicht genug: Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen gehörten nicht zum Audi und trugen offenbar gefälschte Zulassungssiegel.

Für den Fahrer war die Fahrt damit beendet. Die Polizei nahm sowohl die Kennzeichen als auch die Zulassungsbescheinigung an sich und untersagte dem Lagenser die Weiterfahrt.