
Detmold-Pivitsheide VL. Die Empörung in Pivitsheide und im Detmolder Rathaus war groß, als am 11. Oktober bekannt wurde, dass das „Mittelpunkt-Denkmal“ an der Kussel in der Nacht zuvor massiv mit Farbe beschmiert worden war. Umso größer ist nun die Freude über die schnelle und unbürokratische Hilfe von Jens Walther.
Der Servicemonteur des Kärcher-Centers Pankoke und Ortjohann aus Verl reinigte nach Feierabend ehrenamtlich sämtliche Schilder, die Mauereinfassung und sogar ein Dixie-Häuschen. Für seinen Einsatz dankten ihm Bürgermeister Frank Hilker, Ortsbürgermeister Rüdiger Scheuß und Friedrich Diekhof vom Heimat- und Verkehrsverein Pivitsheide VL ausdrücklich.
Walther war über soziale Medien auf die Farbschmierereien aufmerksam geworden und entschloss sich spontan, zu helfen. Das Denkmal war im Sommer 2023 vom Heimat- und Verkehrsverein in vielen Stunden Eigenleistung errichtet worden. Es verweist auf den geografischen Mittelpunkt Ostwestfalen-Lippes und zeigt die Entfernungen zu den fünf Detmolder Partnerstädten Oraiokastro, Savonlinna, Saint-Omer, Hasselt und Zeitz.
Zudem informiert es über die Kussel und die besondere geografische Lage des Ortes. Am 11. Oktober fanden Vereinsvertreter die Anlage mit blauer und roter Farbe beschmiert vor.
Die Suche nach dem oder den Verursachern blieb bislang erfolglos, obwohl auch Bürgermeister Hilker öffentlich um Hinweise gebeten hatte. Jens Walther hingegen handelte sofort. Der Heiligenkirchener wartet beruflich Hochdruckgeräte des Herstellers Kärcher und setzte einen professionellen Graffiti-Reiniger ein. Nach eigenen Angaben waren die Verschmutzungen bereits nach rund 30 Minuten vollständig beseitigt.
Die Vertreter der Ortsgemeinschaft zeigten sich dankbar. Friedrich Diekhof erinnerte daran, dass der Heimatverein neben vielen Arbeitsstunden auch rund 1.000 Euro in das Denkmal investiert habe. Entsprechend schwer habe die Beschädigung die Ehrenamtlichen getroffen. Ortsbürgermeister Rüdiger Scheuß lobte den Einsatz des Helfers mit den Worten: „Viele reden, Sie haben einfach angepackt, das ist großartig.“
Auch Bürgermeister Frank Hilker dankte Jens Walther für sein Engagement. Das Denkmal stehe für die gute Zusammenarbeit zwischen den Ehrenamtlichen vor Ort und der Stadtverwaltung. Zugleich hofft die Stadt weiterhin auf Hinweise, die zur Aufklärung der Sachbeschädigung führen könnten.



