Christina Kyvranoglou aus Herford ist in der kommenden Woche als Kandidatin in der Vox-Sendung „Das perfekte Dinner“ zu sehen. Fotorechte: Christina Kyvranoglou

Kreis Lippe/Herford. Wenn von Montag, 9. November, bis Freitag, 13. November, die neue OWL-Woche von „Das perfekte Dinner“ auf Vox ausgestrahlt wird, ist mit Christina Kyvranoglou auch eine Teilnehmerin aus Lippes Nachbarkreis Herford dabei.


Die Gründerin von „Christina’s Greek Kitchen“ ist bereits aus TV-Formaten wie der „Küchenschlacht“ (ZDF) bekannt und möchte nun einem bundesweiten Publikum zeigen, was ihre Küche ausmacht: authentische griechische Rezepte, familiäre Wurzeln und eine große Leidenschaft für Gastfreundschaft. Dabei steht die 43-Jährige am Mittwoch, 11. November, als Gastgeberin im Mittelpunkt.

Im LWZ-Interview spricht Christina Kyvranoglou vorab über ihre Teilnahme an der beliebten TV-Show, ihre griechischen Wurzeln, die Bedeutung von Gastfreundschaft und ihre Pläne, mit „Christina’s Greek Kitchen“ traditionelle Küche und moderne Rezeptideen einem breiten Publikum näherzubringen.

LIPPISCHE WOCHENZEITUNG (LWZ): Frau Kyvranoglou, ab Montag sind Sie bei „Das perfekte Dinner“ auf Vox zu sehen. Wie kam es dazu und was hat Sie gereizt, an der Sendung teilzunehmen?
Christina Kyvranoglou: Kochen ist für mich weit mehr als ein Beruf – es ist meine Leidenschaft und ein wichtiger Teil meiner Identität. Nach meinen bisherigen Fernseherfahrungen war „Das perfekte Dinner“ eine wunderbare Gelegenheit, meine Küche und meine Persönlichkeit noch einmal auf eine andere Weise zu zeigen. Besonders gereizt hat mich, Gäste bei mir willkommen zu heißen und ihnen einen Abend zu bereiten, bei dem nicht nur das Essen, sondern auch Herzlichkeit und Gastfreundschaft im Mittelpunkt stehen.

LWZ: Sie haben bereits TV-Erfahrung bei der „Küchenschlacht“ gesammelt. Hat Ihnen das bei den Dreharbeiten geholfen oder war „Das perfekte Dinner“ noch einmal eine andere Herausforderung?
Kyvranoglou: Die „Küchenschlacht“ im ZDF hat mir geholfen, mich vor Kameras wohler zu fühlen und auch unter Zeitdruck konzentriert zu arbeiten. „Das perfekte Dinner“ ist aber tatsächlich eine ganz andere Herausforderung. Hier geht es nicht nur darum, ein Gericht zuzubereiten, sondern einen kompletten Abend zu gestalten, mehrere Gänge zu koordinieren und gleichzeitig Gastgeberin zu sein. Gerade diese Mischung macht das Format so besonders.

LWZ: Sie vertreten als einzige Teilnehmerin Herford in der OWL-Runde. Empfinden Sie das als besondere Verantwortung für Ihre Heimatstadt und die Region?
Kyvranoglou: Ich freue mich sehr, dass ich Herford in dieser OWL-Runde vertreten darf. Herford ist mein Zuhause, und natürlich macht es mich stolz, meine Stadt auf diese Weise im Fernsehen sichtbar zu machen. Ich empfinde das aber weniger als Druck, sondern vor allem als schöne Gelegenheit.

LWZ: Mit „Christina’s Greek Kitchen“ verbinden Sie griechische Traditionen mit eigenen Rezeptideen. Welche Rolle spielt Ihre Familiengeschichte für Ihre Küche?
Kyvranoglou: Meine Familiengeschichte ist das Herz meiner Küche. Ich bin mit griechischen Traditionen, Gerüchen und Rezepten aufgewachsen. Besonders meine beiden Großmütter haben mich geprägt: Unsere Familienwurzeln reichen unter anderem nach Smyrna und Trabzon. Ihre Küche stand für mich immer für Heimat, Liebe und Zusammenhalt. Diese Erinnerungen möchte ich bewahren – gleichzeitig liebe ich es, klassische Gerichte mit eigenen Ideen neu zu interpretieren. Tradition und Kreativität gehören für mich zusammen.

LWZ: Was zeichnet die griechische Küche Ihrer Meinung nach aus und warum begeistert sie Menschen weit über die Grenzen Griechenlands hinaus?
Kyvranoglou: Die griechische Küche lebt von guten Zutaten, kräftigen Aromen und einer großen Herzlichkeit. Olivenöl, frische Kräuter, Gemüse, Zitrone und viele überlieferte Zubereitungsarten machen sie vielseitig. Aber für mich ist sie auch eine Lebensart: Man setzt sich zusammen, teilt das Essen und nimmt sich Zeit füreinander. Ich glaube, genau diese Verbindung aus Genuss, Einfachheit und Gemeinschaft begeistert Menschen überall.

LWZ: Ohne zu viel zu verraten: Worauf dürfen sich die Zuschauer bei Ihrem Dinner-Abend freuen? Gibt es Gerichte oder Zutaten, die Ihnen besonders am Herzen liegen?
Kyvranoglou: Die Zuschauer dürfen sich auf einen Abend freuen, der meine Liebe zur griechischen Küche und meine persönliche Handschrift widerspiegelt. Mir ist wichtig, mit frischen Zutaten zu arbeiten und vertraute Aromen auf meine Weise zu präsentieren. Fisch spielt dabei eine besondere Rolle – und natürlich die mediterrane Leichtigkeit, die ich so liebe. Mehr möchte ich noch nicht verraten, denn ein bisschen Spannung soll bis zur Ausstrahlung bleiben.

LWZ: Viele Menschen kennen Sie aus den sozialen Medien. Wie unterscheiden sich Rezeptvideos für Instagram und Co. von einem Fernsehformat wie „Das perfekte Dinner“?
Kyvranoglou: Bei meinen eigenen Rezeptvideos bestimme ich selbst, wie ich drehe, was ich zeige und wie ich schneide. Ich kann einen Arbeitsschritt wiederholen und mein Video genau so gestalten, wie ich es möchte. Beim Fernsehen ist das anders: Die Kameras begleiten einen durch echte Situationen, und man kann nicht einfach alles neu anfangen. Dazu kommen Zeitdruck, viele Eindrücke und die Dynamik mit anderen Menschen. Das ist aufregend und verlangt eine andere Art von Konzentration.

LWZ: Wie haben Sie die Atmosphäre hinter den Kulissen erlebt? Gab es einen Moment während der Dreharbeiten, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Kyvranoglou: Besonders in Erinnerung bleibt mir die intensive Mischung aus Aufregung, Konzentration und Vorfreude. Es ist schon etwas Besonderes, wenn das eigene Zuhause plötzlich zum Drehort wird und ein Kamerateam einen durch den Tag begleitet. Gleichzeitig entstehen bei solchen Dreharbeiten viele menschliche Begegnungen. Für mich waren es gerade diese Erfahrungen abseits des fertigen Fernsehbildes, die die Teilnahme so besonders gemacht haben.

LWZ: Kochen ist für viele Menschen mehr als nur Nahrungszubereitung. Was bedeutet Kochen persönlich für Sie?
Kyvranoglou: Kochen ist für mich Erinnerung, Ausdruck und Verbindung zugleich. Wenn ich ein Rezept meiner Großmütter zubereite, fühle ich mich meinen Wurzeln ganz nah. Wenn ich ein neues Gericht entwickle, kann ich kreativ sein und etwas Eigenes schaffen. Und wenn ich andere Menschen mit meinem Essen glücklich mache, ist das für mich das schönste Ergebnis. Kochen ist meine Sprache, mit der ich Geschichten erzählen kann.

LWZ: Wenn die Zuschauer nach der Sendung nur eine Botschaft über Christina Kyvranoglou mitnehmen sollen: Welche wäre das?
Kyvranoglou: Dass man seinen eigenen Weg gehen und dabei seinen Wurzeln treu bleiben kann. Ich möchte zeigen, dass Leidenschaft, Mut und Ausdauer einen Menschen weit bringen können – auch wenn nicht immer alles einfach ist. Und ich wünsche mir, dass die Menschen nicht nur eine Köchin sehen, sondern einen authentischen Menschen mit Ecken, Kanten, Herz und ganz viel Liebe zum Essen.

LWZ: Hat die Teilnahme an „Das perfekte Dinner“ Ihre Pläne für „Christina’s Greek Kitchen“ verändert oder neue Ideen für die Zukunft geweckt?
Kyvranoglou: Die Teilnahme hat mich darin bestärkt, meinen Weg weiterzugehen. Mit „Christina’s Greek Kitchen“ möchte ich meine Rezepte, meine Geschichten und meine kreative Küche noch mehr Menschen näherbringen. Dazu gehören neue Kochformate, spannende Kooperationen, Veranstaltungen und sehr gerne weitere Fernsehprojekte. Mein Ziel ist es, traditionelle griechische Küche lebendig zu halten und gleichzeitig mit eigenen Kreationen neue Akzente zu setzen. Ich habe noch viele Ideen und freue mich auf alles, was kommt.


Das Gespräch führte Yves Brummel.