Lage. Sängerin Monika Rey und Pianistin Eva Roebers stellten am Freitag, 27. Januar, im Lagenser Kulturzentrum Technikum ihr Programm „Irgendwo auf der Welt … jüdische Komponisten der 1920er und 30er Jahre“ vor.
Vor mehr als 100 Zuhörern trugen sie Lieder vor, die bis heute bekannt sind. Unter anderem mit „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ von Friedrich Hollaender, „Irgendwo auf der Welt“ von Werner Richard Heymann oder „Auf Wiedersehen, My Ddear“ von Ed Nelson, Al Goodhart und Milton Ager verzauberten die beiden ihre Gäste.
Schicksal der Komponisten
Zwischen den Liedern erzählten Monika Rey und Eva Roebers die Hintergründe zu den Liedern. So erfuhren die Zuhörer viel über das Schicksal der Komponisten, die unter dem Terror der Nationalsozialisten leiden mussten.
Das Publikum zeigte sich begeistert von den Darbietungen, und ohne Zugabe wurden die Musikerinnen nicht von der Bühne gelassen.
Musikschulleiter Stefan Albrecht und Michael Biermann, Vorsitzender des Fördervereins Stadtbücherei, bedankten sich bei den Künstlerinnen mit Blumensträußen.
Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus
Das Konzert wurde vom Förderverein Stadtbücherei Lage e.V. und der Musikschule Lage organisiert. Es wurde anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar angeboten. Rund um den Tag fanden in Lage viele Veranstaltungen statt.
Stadtarchivar Lars Sonnenberg informierte über die Bedeutung des Gedenktages. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz.
Spätestens ab dem Zeitpunkt wurde der breiten Weltöffentlichkeit bewusst, welch grausames und menschenverachtendes Regime die Nazis etabliert hatten. Der Name „Auschwitz“ wurde ein Symbol für den Holocaust, für den systematischen Mord an den Juden Europas.
Das größte deutsche Konzentrationslager ist Sinnbild für das Leid, das Menschen anderen Menschen zufügen können. Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar indes im Jahr 2005 zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts“. (lwz)
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Bereits zu Schulzeiten entdeckte Yves Brummel seine Leidenschaft für Journalismus, die er während seiner knapp neunjährigen Tätigkeit als Freier Mitarbeiter in der Lokalsportredaktion des Westfalen-Blatts in Gütersloh vertiefen durfte. Nach Stationen unter anderem in den Medienabteilungen von Arminia Bielefeld und Dr. Kurt Wolff sowie in der Sportkommunikation der Arvato-Medienfabrik landete er nach Abschluss seines Masterstudiums im Bereich Journalismus und Medienkommunikation als Freier Redakteur bei Lippe aktuell. Zudem war der gebürtige Gütersloher zu dieser Zeit für den Postillon in Lage tätig. Seit 2023 ist er Freier Redakteur bei der LWZ und schreibt für das Westfalen-Blatt in Schloß Holte-Stukenbrock.