Bundeswehr: Augustdorfer „Lipperlandbrigade“ übernimmt NATO-Führungsverantwortung in Litauen

86
Die Brigadekommandeure Oberst Marco Eggert (links) und Brigadegeneral Christian Nawrat (rechts) besiegeln zusammen mit dem Divisionskommandeur Generalmajor Heico Hübner (Mitte) die Übergabe der Führungsverantwortung in Litauen. Foto: Bundeswehr/Benjamin Altrogge

Augustdorf/Rukla. Feierliche „Transfer of Authority“-Zeremonie: Die Verantwortung über die „NATO enhanced Vigilance Activities (eVA)“-Brigade Litauen wurde am Donnerstag, 7. Dezember, im litauischen Rukla von der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ an die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ übergeben.

Dieser Übergang symbolisiert die Fortführung der Mission, die darauf abzielt, die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

Der Auftrag, der der Brigade nun übertragen wurde, wurde bereits im Juni 2022 von Bundeskanzler Olaf Scholz gegenüber Litauen zugesagt. Er versprach die Bereitstellung einer „kampfkräftigen Brigade“, um das Land in Zeiten erhöhter Spannungen zu unterstützen.

Zur reibungslosen Umsetzung dieser Unterstützung, wurden bereits vor wenigen Wochen Soldaten des Brigadestabs von Augustdorf nach Litauen verlegt, um ihren Dienst im vorgeschobenen Gefechtsstand (Forward Command Element = FCE) in Rukla zu leisten.

Dieses Element dient der dauerhaften Koordinierung zwischen dem Gastgeberland und der in Deutschland stationierten Brigade. Von dort aus werden intensiv die Planungen vorangetrieben, um die eVA-Brigade bestmöglich in die nationalen Verteidigungsplanungen Litauens zu integrieren.

Oberst Marco Eggert, Brigadekommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ und somit neuer Kommandeur der eVA Brigade Litauen, äußerte sich im Rahmen der Übergabe: „Wir als Panzerbrigade 21 sind stolz darauf, diesen Auftrag fortzuführen und vor allem einsatzbereit und willens, um die Bevölkerung Litauens an der NATO-Ostflanke gegen jede Bedrohung von außen zu verteidigen“. Als sichtbares Zeichen wird die Panzerbrigade 21 mit ihren Verbänden zukünftig regelmäßig in Litauen üben und Präsenz zeigen.

Die Übergabe zeugt auch von einem anhaltenden Engagement Deutschlands, seinen Verpflichtungen im Rahmen der NATO nachzukommen und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. (lwz)