Beschluss im Bundestag: Deutschland bekommt Nationalen Veteranentag

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Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einem Truppenbesuch in Augustdorf im Februar 2023. Foto: Robert Pairan

Berlin. Der Bundestag hat für die Einführung eines jährlichen Nationalen Veteranentages am 15. Juni gestimmt. Eine große Mehrheit der Abgeordneten stimmte für den entsprechenden Antrag, den die Ampel-Koalition sowie die CDU gemeinsam eingebracht hatten.

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Wie unter anderem die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, bezeichnete Verteidigungsminister Boris Pistorius den Veteranentag im Plenum als „starkes, wichtiges und überfälliges Zeichen der Wertschätzung“. Es ginge um die Anerkennung derjenigen, die in letzter Konsequenz bereit seien, das Äußerste für andere zu geben und die ihr Leib und Leben für ihr Land einsetzten, ergänzte der SPD-Politiker.

Rund zehn Millionen Deutsche haben laut Mitteldeutscher Zeitung Wehrdienst geleistet oder waren Berufs- respektive Zeitsoldaten. Im Einsatz waren etwa 500.000 Männer und Frauen.

Der Veteranenbegriff galt in Deutschland lange als umstritten. Mittlerweile wird hierzulande nahezu jeder als Veteran bezeichnet, der noch aktiv als Soldat dient oder zuvor gedient hat. Damit hat Deutschland die weitestmögliche Definition – auch innerhalb der Nato – gewählt.

Hintergrund des Veteranentages ist unter anderem die von Einsatzveteranen beklagte mangelnde Hilfe nach dem Dienst. So litten zahlreiche ehemalige Soldaten – insbesondere nach Kriegseinsätzen – unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Zudem soll der Tag einen angemessenen Rahmen für die Anerkennung der Leistungen der Soldaten bereiten. Rund um den Veteranentag soll zudem in Berlin – jeweils am Wochenende vor oder nach dem 15. Juni – eine große Veranstaltung organisiert werden.