Streit eskaliert in Minden: Schreckschusswaffe gezogen

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Symbolfoto: Timo Klostermeier

Minden. Mehrere Streifenwagen fuhren am Freitagabend, 26. April, aufgrund eines eingegangenen Notrufs zur Kanalstraße nach Dankersen. Verbale Auseinandersetzungen endeten letztlich mit einem Verkehrsunfall, bei dem ein 22-Jähriger aus Minden leicht verletzt wurde.

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Ersten Ermittlungen nach ist es zwischen mehreren Personen auf der Kanalstraße zu einer lautstarken Auseinandersetzung gekommen. Eine beunruhigte Anwohnerin wählte den Notruf, nicht zuletzt, weil sie den Hilferuf einer Frau aus einer Gruppe von etwa zehn 17- bis 23-Jährigen – überwiegend aus Minden stammenden – wahrnahm. Zudem konnte sie beobachten, wie zwei Fahrzeuge mit mutmaßlich überhöhter Geschwindigkeit in der Straße hin und her fuhren.

Als die Streifenwagenbesatzungen gegen 22.30 Uhr eintrafen, war schnell klar, dass es offenbar nicht nur bei verbalen Streitigkeiten blieb. Den Angaben nach hat der 19-jährige Fahrer eines Fiat eine Person beim Vorbeifahren mit dem Seitenspiegel touchiert. Ein 22-Jähriger trug durch den Aufprall leichte Verletzungen davon.

In der Folge holte einer aus der Gruppe eine Schreckschusswaffe hervor und drohte damit. Der Fahrer sowie sechs Andere stiegen in ihre Fahrzeuge und entfernten sich von der Örtlichkeit, ohne sich um den Verunfallten zu kümmern. Inwieweit der Fiat-Fahrer den Mann versehentlich mit dem Spiegel berührte, oder ob er gezielt angefahren wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Den Unfallfahrer wie auch seine Bekannten konnten die Beamten im Rahmen einer Fahndung an seiner Wohnanschrift antreffen. Seinen Führerschein stellten die Polizisten genauso wie den Fiat sicher. Die Schreckschusswaffe konnten die Beamten nicht auffinden.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, Bedrohung sowie Verkehrsunfallflucht ein. (lwz/Polizei Minden-Lübbecke)