Vergiftungsgefahr beim Camping: Schutz vor Kohlenmonoxid im Wohnwagen

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Beim Kochen mit Gas ist Vorsicht geboten. Wenn giftiges CO entsteht, kann es nur mithilfe technischer Sensoren aufgespürt werden. Foto: Ei Electronics/iStock/mystockimages/akz-o

Bei den Deutschen ist Camping beliebter als je zuvor. 2023 besaßen laut einer Statista-Umfrage rund 3,6 Millionen Menschen hierzulande ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen. Auch Campingbusse erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch beim Kochen, Heizen oder Kühlen ist Vorsicht geboten.

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Kommt es aufgrund von Sauerstoffmangel zu einer unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Materialien, kann das lebensgefährliche Atemgift Kohlenmonoxid (CO) entstehen. Das ist besonders tückisch, da es unsichtbar und geruchlos ist. Die einzige Möglichkeit, dieses toxische Gas zu bemerken, ist ein CO-Melder.

Potenzielle Gefahrenquellen beim Camping sind gasbetriebene Kochstellen, Heizungen und Kühlschränke. Kommt es hier zu einem Defekt oder werden die Geräte unsachgemäß betrieben, kann sich giftiges CO in Wohnwagen und Co. ausbreiten. Das gilt genauso für Boote, auf denen in der Kajüte gekocht und geschlafen wird. Auch Motorenabgase, die durch Fehler in der Abgasanlage in den Innenraum gelangen, können zu einer erhöhten CO-Konzentration führen.

Da das Gas farb- und geruchlos ist, wird es nicht bemerkt und kann insbesondere auf engstem Raum mit wenig Durchlüftung schnell lebensgefährlich werden. Hinzu kommt, dass die ersten Vergiftungssymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit auf vielfältige Ursachen zurückgeführt werden können.

Kleines Gerät für mehr Sicherheit

Den einzigen verlässlichen Schutz bietet ein CO-Melder, der das für den Menschen nicht wahrnehmbare Atemgift bereits bei geringer gesundheitsgefährdender Konzentration erkennt und durch ein lautes Signal warnt.

Das Gerät ist mit einem elektrochemischen Sensor ausgestattet und kontrolliert alle vier Sekunden den CO-Gehalt der Umgebungsluft. Praktisch sind Modelle mit eingebautem Display: Diese zeigen nicht nur die gemessene CO-Konzentration an, sondern auch, ob man lüften oder sich schnellstmöglich ins Freie begeben sollte.

Für den Einsatz in Campingfahrzeugen und Booten sind nur spezielle Melder geeignet, die nach der Norm BS EN 50291-2 zertifiziert sind. Da sie stärkeren Belastungen als im Wohnbereich ausgesetzt sind, müssen die Geräte erhöhte Qualitätsanforderungen erfüllen. Wer dies beachtet, ist mit einem CO-Melder beim Camping auf der sicheren Seite. (akz-o)