Mehrere Raubüberfälle mit Pfefferspray in Paderborn: Ein Täter mit Messer bewaffnet

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Symbolbild. Foto: Adobe Stock

Paderborn. Drei Raubdelikte unter Einsatz von Reizstoffsprühgeräten sind der Polizei am Wochenende in Paderborn angezeigt worden. In einem Fall liegt eine Personenbeschreibung vor.

Am Samstagabend, 22. Juni, ist ein 25-jähriger Mann aus Afghanistan gegen 22.40 Uhr an der Bahnhofstraße vor einer Spielothek schräg gegenüber der Einmündung Gruninger Straße von einem fremden Mann angesprochen worden. Der Täter ergriff die Umhängetasche des Opfers und riss daran. Der 25-Jährige setzte sich zur Wehr und stieß den Täter zu Boden. Im Aufstehen sprühte der Täter einen Reizstoff, vermutlich Pfefferspray, ins Gesicht des Opfers. Der Räuber entwendete Geld aus dem Portmonee des 25-Jährigen. Als ein weiterer Mann, der ebenfalls ein Pfefferspray in der Hand hielt dazu kam.

Ergriff das Opfer die Flucht in die Spielothek. Anschließend erstattete der Geschädigte Anzeige in der Polizeiwache. Laut seiner Beschreibung soll der erste Täter 28 bis 29 Jahre alt, sehr klein, etwa 1,50 Meter groß, und schlank sein. Er hatte schwarze, kurze Haare und einen schwarzen Dreitagebart. Der Mann trug einen grün-weißen Jogginganzug und hatte eine Umhängetasche mit mehreren Bändern dabei. Er sprach Arabisch mit dem zweiten Mann, der 20 bis 22 Jahre alt und schlank sein soll. Dieser Mann hatte eine leicht dunkle Hautfarbe und schwarze, kurze Haare. Er war dunkel gekleidet und hatte ebenfalls eine Umhängetasche dabei.

Etwa 15 Minuten später wurde an der Riemekestraße Ecke Florianstraße ein 52-jähriger Mann mit Pfefferspray attackiert. Er ging zu Boden und der Täter entwendete ihm Handy und Portmonee. Zwei Zeugen hörten Geräusche und endeckten das am Boden liegende Opfer sowie den mutmaßlichen Täter, der sich noch über das Opfer beugte. Der Tatverdächtige entfernte sich und die Zeugen alarmierten die Polizei. Eine Täterbeschreibung konnten weder Opfer noch Zeugen angeben. Der 52-Jährige wurde mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Um 04.50 Uhr am frühen Sonntagmorgen kam es an der Westernmauer vor einem Lokal in Höhe der Zentralstation zu einer weiteren Tat. Opfer war in diesem Fall ein 50-jähriger Mann. Dieser sprach am Tatort auf dem Podest in der ersten Etage nahe der Lounge-Bar drei bis vier Männer an. Diese griffen das Opfer plötzlich an und schlugen ihn zu Boden. Der 50-jährige wurde getreten und geschlagen. Einer der Täter sprühte Reizstoff auf das Opfer. Ihm wurde das Portmonee aus der Hosentasche entwendet. Eine Personenbeschreibung liegt auch in diesem Fall nicht vor.

Bereits am frühen Samstagmorgen war einem 18-Jährigen gegen 5.40 Uhr in der Bahnhofshalle das Handy entwendet worden. Der Täter hatte kurz neben dem Opfer und dessen Freund gesessen und sich das Handy unbemerkt angeeignet. Als der 18-Jährige den Diebstahl bemerkte, ging er mit seinem Freund (18) zur Polizeiwache an der Riemekestraße, um eine Anzeige zu erstatten. An der Polizeiwache angekommen bemerkten sie einen Mann, der an der Riemekestraße stadtauswärts ging. Sie erkannten den mutmaßlichen Täter. Auch der Mann bemerkte die beiden und ergriff die Flucht. Der Freund des Diebstahlsopfers lief dem Flüchtenden durch die Personstraße hinterher.

An der Ecke Schulstraße/Bleichstraße blieb der Tatverdächtige stehen und drehte sich um. Er hatte jetzt ein Messer in der Hand, sodass der 18-Jährige umdrehte und zur Polizei zurücklief. In diesem Fall soll der südländisch aussehende Täter 17 bis 19 Jahre alt, 1,75 bis 1,77 Meter groß und von schlanker Statur sein. Er hatte einen schwarzen Kinnbart (Ziegenbart) und einen ganz leicht ausgeprägten Oberlippenbart. Der Verdächtige trug ein weißes Basecap, ein weißes langärmliges Hemd mit schwarzen Nadelstreifen, eine silberfarbene Weste, eine beigefarbene Hose, die ihm bei der Flucht immer wieder herunterrutschte, sowie weiße Sneakers.

In allen Fällen sucht die Polizei Zeugen, die weitere Angaben zu Tatverdächtigen machen können. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 05251/3060 entgegen. (lwz/Polizei Paderborn)