Symbolbild. Foto: Pixabay

Bielefeld. In der Silvesternacht sind in Bielefeld zwei junge Männer im Alter von 18 Jahren bei Explosionen tödlich verletzt worden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft sollen beide unabhängig voneinander durch selbst herbeigeführte Sprengungen ums Leben gekommen sein.


Die Obduktion der Verstorbenen wurde am Freitag, 2. Januar, durchgeführt. Dabei hätten die Gutachter festgestellt, dass beide Männer schwerste Kopfverletzungen erlitten, die zum Tod führten. Nach bisherigen Erkenntnissen bestünde keine persönliche Verbindung zwischen den beiden Opfern. Die Vorfälle hätten sich unabhängig voneinander ereignet, und es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass identische Sprengmittel verwendet wurden.

Ermittler gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass die 18-Jährigen die Explosionen selbst ausgelöst haben. Zeugenaussagen zufolge sollen sie die Sprengmittel in vermutlich selbst mitgebrachten Kunststoffrohren gezündet haben. Zum Zeitpunkt der Detonation hätten sich beide über die Rohre gebeugt. Die genaue Art und Beschaffenheit der Sprengmittel sei noch unklar; hierzu seien gutachterliche Untersuchungen eingeleitet worden. Auch die Herkunft der Sprengmittel werde ermittelt.

Bei dem Vorfall in Baumheide wurde ein 20-jähriger Bielefelder leicht im Gesicht verletzt. Er konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Die Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen durch Zeugenvernehmungen und Materialanalysen andauern.

Eine Korrektur gab die Behörde ebenfalls bekannt: Der in Brake verstorbene 18-Jährige stamme aus Hiddenhausen.