Brandgefährlicher Spaß: Wer sich in die Nähe eines explodierenden Feuerwerkskörpers begibt, spielt mit seinem Leben. Hat er das Objekt gar selbst gebastelt, lässt sich das Verhalten des Konstrukts nicht zuverlässig vorhersehen. Lebensgefährlich, wenn Rohre für die Pyrotechnik eingesetzt werden: Sie wirken im schlimmsten Fall wie Rohrbomben und zerfetzen den Bastler wie eine Kriegswaffe. Symbolfoto: Pexels

Bielefeld/Kreis Lippe. Was für viele mit Jubel, Feuerwerk und dem Aufbruch ins neue Jahr beginnt, endete in Bielefeld in einer Nacht des Schreckens. Die Silvesternacht 2025 wurde zu einer Tragödie – gleich zwei junge Menschen verloren durch Böller ihr Leben. Zwei junge Menschen, gerade erst volljährig geworden:, getötet durch Explosionen, die eigentlich Freude bringen sollten.


Noch während über der Stadt Raketen den Himmel erhellten, kämpften Rettungskräfte in den Bielefelder Stadtteilen Brake und Baumheide um das Leben zweier 18-Jähriger. Vergeblich. Beide Jugendliche erlitten tödliche Verletzungen im Gesicht. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Nach Angaben der Polizei ereigneten sich die beiden Vorfälle unabhängig voneinander – und doch ähneln sie sich in erschreckender Weise. In beiden Fällen soll es zu Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik gekommen sein. Die Ermittler sprechen von „unsachgemäßer Handhabung“. Ein nüchterner Begriff für ein Geschehen, das kaum grausamer sein könnte.

Die Polizei betont: Hinweise auf Fremdverschulden gibt es in beiden Fällen nicht. Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft haben Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Zur genauen Art der verwendeten Pyrotechnik machen die Behörden bislang keine Angaben.