Ein Bild und Unterschriften der Kameraden zum Abschied: Detlev Schewe gibt seinen Posten als stellvertretender Wehrführer auf eigenen Wunsch ab. Fotos: Reiner Toppmöller

Leopoldshöhe. Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshöhe zu Beginn dieses Jahres wurde durch den Rückzug des stellvertretenden Wehrführers Detlev Schewe geprägt.


Unter den Augen von Bürgermeister Martin Hoffmann und dem Vertreter der Kreisfeuerwehr, Sascha Medina, bedauerte Wehrführer Harald Schubert Drewes Entscheidung schon zu Beginn der Sitzung und kündigte für das Ende eine Anhörung der Kameraden zur Neubesetzung der Stelle an.

Am Donnerstag, 22. Januar, soll der Rat die Stelle neu besetzen. Neben vielen guten Wünschen der Kameraden ehrte die Wehrführung den Scheidenden mit einer kurzen Laudatio. Darin wurde Detlev Schewe als bescheiden bezeichnet, der auch einen Großen Zapfenstreich zum Abschied abgelehnt habe.

Schewe trat 1983 in Greste in die Jugendfeuerwehr ein und wurde im Februar 2006 offiziell zum stellvertretenden Leiter der Feuerwehr ernannt. Er sei immer ein Ruhepol gewesen und hätte für alle ein offenes Ohr gehabt, hieß es. Er war Mitglied der Küchen-Crew, hat sich um die Sicherheit der Feuerwache gekümmert, hat ausgebildet und war für die Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten zuständig. Geschenke und gute Wünsche der Kameraden rundeten den Abschied ab.

Die Leopoldshöher Feuerwehr hat 73 Aktive im Einsatz und 20 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. „Hier ist leider ein leichter Rückgang festzustellen, an dem wir im kommenden Jahr arbeiten müssen“, so Harald Schubert bei seinem Jahresbericht. Es gab drei Neuzugänge in der Einsatzabteilung und einen Rückkehrer. Zwei Kameraden haben die Wehr durch Umzug verlassen.

Im Frühjahr 2025 traf zuem das lange erwartete GWL-L1-Fahrzeug ein. Im vergangenen Jahr gab es 30 Brandeinsätze und 80 Hilfeleistungen sowie 20 Fehlalarme. Das sind neun Einsätze weniger als im Vorjahr. Der dramatischste Einsatz sei der Starkregeneinsatz im Juni gewesen, der auch die Feuerwache getroffen habe, so Schubert. Die dort aufgetretenen Probleme sind teils bis heute nicht beseitigt, was an fehlendem Material und Fachfirmen liege, sagte er weiter.

Den Einsatz erwähnte auch Bürgermeister Martin Hoffmann, der in diesem Zusammenhang von professioneller Arbeit sprach und die Hochwasserschutzprävention für die Zukunft auf der Prioritätenliste sieht. Sascha Medina ging ebenfalls auf das Thema Prävention ein und sagte, dass die Feuerwehr im Kreis gut aufgestellt sei, aber vor neuen großen Aufgaben stehe.

Der Bürgermeister und die Wehrführung nahmen dann die Ehrungen und Beförderungen vor. Nach bestandener Probezeit wurden Marisa Kammer, Jan Baumann und Eric Maurice Thonke übernommen.

Zur Oberfeuerwehrfrau wurden Emily Acinci und Leonie Kluckow, zum Unterbrandmeister Jannik Prante, zum Brandinspektor Kai Brockmeier und zum Brandinspektor Christofer Dove befördert.

Das Feuerwehrabzeichen in Silber für 25 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr erhielten Tobias Tannhauer, Mark Friedemann und Erik Diekmann. Das Feuerwehrabzeichen in Gold für 35 Jahre Zugehörigkeit ging an Jürgen Schröder. Geehrt wurden auch Ulrich Domke und Klaus Peter Schade für ihre 50-jährige und Hans Koppmann für seine 60-jährige Zugehörigkeit.

Nach der angesagten Anhörung zur Nachfolge des stellvertretenden Wehrführers gab es noch das traditionelle Abschlussessen.