Bielefeld. Eine 77-jährige Frau aus Bielefeld ist am Montag, 9. Februar, im Bereich der Altstadt Opfer eines perfiden Betrugs geworden. Laut Polizei soll eine unbekannte Frau der Seniorin vorgespiegelt haben, ihre Krankheit „sehen“ zu können und über besondere Fähigkeiten zur Heilung zu verfügen. Unter diesem Vorwand habe sie Schmuck und Bargeld erbeutet.
Nach polizeilichen Angaben wurde die Bielefelderin gegen 12 Uhr auf dem Jahnplatz von der Unbekannten angesprochen. Diese habe behauptet, gesundheitliche Beschwerden der Frau erkennen zu können.
Im weiteren Gespräch sei es der Täterin gelungen, das Vertrauen der Seniorin zu gewinnen und in Erfahrung zu bringen, dass sie zuhause Wertgegenstände aufbewahrte. Daraufhin soll die Betrügerin sie aufgefordert haben, Schmuck und Bargeld zu holen.
Als die 77-Jährige zurückkehrte, habe sich eine zweite unbekannte Frau dazugesellt, die angeblich 25.000 Euro bei sich gehabt haben soll. Gemeinsam seien die drei Frauen den Niederwall entlang zu einer Unterführung eines Parkhauses gegangen. Dort habe die Seniorin ihre Wertsachen übergeben.
Die Täterin soll den Schmuck und das Geld in ein Tuch eingeschlagen und hinter dem Rücken der Frau schamanisch anmutende Worte gesprochen haben. Anschließend habe sie das Bündel an die Seniorin zurückgegeben – mit der Anweisung, es erst nach 21 Tagen zu öffnen.
Erst zu Hause bemerkte die Bielefelderin, dass sich im Tuch lediglich Servietten, Taschentücher und Billigschmuck befanden. Von den Täterinnen fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur.
Die Haupttäterin soll etwa 60 Jahre alt und zwischen 1,55 und 1,60 Meter groß gewesen sein. Sie habe dunkle Augen gehabt und einen schwarzen Mantel, eine schwarze Hose sowie eine dunkelgraue Mütze getragen. Zudem habe die Frau mit der Seniorin Russisch gesprochen. Aufgrund von Erscheinungsbild und Sprache vermutete die Geschädigte, dass die Täterin rumänischer oder bulgarischer Herkunft sein könnte.
Das Kriminalkommissariat 15 bittet dringend um Hinweise zu den beiden Frauen. Zeugen werden gebeten, sich unter 0521/545‑0 zu melden.




