Die Karte zeigt die sechs bereits vorhandenen Bushaltestellen an der Felix‑Fechenbach‑Straße. Grafik: BFL

Leopoldshöhe. Die Fraktion Bürger für Leopoldshöhe (BFL) spricht sich in einer Pressemitteilung gegen den geplanten Neubau einer beidseitigen Haltestellenanlage an der Felix‑Fechenbach‑Straße in Höhe der Geschwister‑Scholl‑Straße aus.


Statt der von der Gemeinde vorgeschlagenen Verlegung setzt sich die Fraktion im Ausschuss für Straßen, Verkehr und Umwelt für den Erhalt und einen maßvollen Ausbau der bestehenden Bushaltestelle „Felix‑Fechenbach‑Straße/Am Plaßgraben“ ein.

Auslöser der Diskussion ist die aktuelle Mitteilungsvorlage der Gemeinde Leopoldshöhe (Drucksache 31/2026). Darin werden für die neue Planungsvariante Kosten in Höhe von 428.300 Euro veranschlagt. Der Eigenanteil der Gemeinde würde bei 42.830 Euro liegen.

Zum Vergleich: In einer Vorlage vom 27. April 2022 sei der Ausbau der bestehenden Haltestelle mit Gesamtkosten von 40.900 Euro beziffert worden, bei einem kommunalen Anteil von lediglich 7.960 Euro. Damit wäre der nun favorisierte Neubau mehr als fünfmal so teuer wie der ursprünglich geplante Ausbau.

„Gerade in Zeiten angespannter Haushaltslage müssen wir sorgsam mit Steuergeldern umgehen“, erklärt die BFL-Fraktion. „Es ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, warum eine funktionierende und gut angenommene Haltestelle aufgegeben werden soll, wenn eine deutlich günstigere Lösung möglich ist.“

BFL legt eigenen Vorschlag vor

Die Fraktion legt deshalb einen alternativen Vorschlag vor. Dieser umfasst den Erhalt der bestehenden Haltestelle „Am Plaßgraben“, die Einrichtung einer zusätzlichen Haltestelle mit Warteunterstand auf der gegenüberliegenden Straßenseite sowie die Anlage eines sicheren Fußgängerüberwegs. Auf die geplante Verlegung in Richtung Wagentronsweg beziehungsweise Kreisel solle hingegen verzichtet werden.

Aus Sicht der BFL ist der aktuelle Standort für das gewachsene Wohngebiet am Plaßgraben fußläufig deutlich günstiger gelegen. Das neue Baugebiet „Lebendiges Quartier Brunsheide“ sei bereits heute von mehreren Haltestellen umgeben, allein im Bereich des Schulkreisels gebe es mindestens sechs.

Ein zusätzlicher Neubau erscheine daher entbehrlich.
Zudem hätte die neue Planung bauliche Konsequenzen: Eingriffe in den Wallbereich entlang der Felix‑Fechenbach‑Straße, notwendige Abfangmaßnahmen und potenzielle Baumfällungen wären die Folge.

Die von der BFL vorgeschlagene Lösung vermeide diese Eingriffe, reduziere Folgekosten und könne nach Angaben der Fraktion schneller umgesetzt werden.
„Wir stehen für eine sachorientierte, wirtschaftliche und bürgernahe Politik“, betont Dr. Martin Betge, Pressesprecher der BFL. „Unser Vorschlag verbindet Verkehrssicherheit, gute Erreichbarkeit und Haushaltsdisziplin.“

Die Fraktion will ihren Antrag im kommenden Ausschuss für Straßen, Verkehr und Umwelt zur Abstimmung stellen.