Sie freuen sich auf einen möglichst zügigen und problemlosen Bau des Feuerwehrgerätehauses in Lieme (von links):  Annika Brammer und Heike Grünhagen vom Architekturbüro BothmerHübner, Lars-Uwe Brede, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Lemgo, und sein Stellvertreter Christian Depping, Sebastian Krüger (stellvertretender Liemer Löschgruppenführer), Axel Mießner (Liemer Löschgruppenführer), Bürgermeister Markus Baier und Norman Rackisch (Gebäudewirtschaft Lemgo). Foto: Alte Hansestadt Lemgo. Auf das Bild klicken um es zu vergrößern.

Lemgo. Jeden fünften Tag ist die größte Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Lemgo im vergangenen Jahr ausgerückt, um den Menschen in Lieme und darüber hinaus zu helfen. Damit das auch zukünftig so zuverlässig klappt, haben prominente Lemgoer jetzt den Spaten in den Boden gestochen.  Für einen besseren Standort und mehr Platz des Feuerwehr-Gerätehaues.


«Für Lieme bedeutet die Löschgruppe mehr als ‚nur‘ Brandbekämpfung», sagte Bürgermeister Markus Baier beim Spatenstich. «Genau wie in den anderen Ortsteilen bedeutet sie auch Dorfleben und Gemeinschaft. Gleichzeitig spielen hier das Industriegebiet und die Nähe zur Ostwestfalenstraße eine große Rolle. All das müssen wir bei einem solchen Projekt berücksichtigen, um dem Bedarf vor Ort gerecht zu werden und auch um unser Schutzkonzept mit Leben zu füllen.»

Feuerwehr-Chef Lars-Uwe Brede steckt seit Beginn der Planungen tief in dem Projekt und weiß, was das 27-köpfige Team der größten Löschgruppe der Wehr benötigt, um seine ehrenamtliche Aufgabe zu erfüllen. «Einerseits brauchen wir hier Platz für Gemeinschaft, moderne Fahrzeuge und Geräte, schließlich sind bei der Löschgruppe auch der Messtechnikwagen und die Drohne des Kreises Lippe stationiert. Andererseits haben wir hier eine schnelle Anbindung an die Herforder Straße und einige Kameradinnen und Kameraden, die im angrenzenden Industriegebiet arbeiten. Als Gesamtpaket hilft uns das dabei, den Menschen in Lieme, ganz Lemgo und jenseits der Stadtgrenzen zu helfen.»

Für den Bau zeichnet das Architekturbüro BothmerHübner aus Südheide verantwortlich, von städtischer Seite begleitet Architekt Norman Rackisch von der Gebäudewirtschaft Lemgo in Bauherrenfunktion die Arbeiten. Der eingeschossige Neubau wird nach modernen Anforderungen und Vorgaben umgesetzt. Optisch unterscheiden sich die Fahrzeughalle und der Wachbereich vor allem durch die Dachhöhe und durch Isopaneel bzw. Klinker an der Außenwand. Für den „Effizienzhausstandard 40“ gibt es unter anderem eine Photovoltaikanlage, einen Fernwärmeanschluss und eine Holzrahmenbauweise.

Im Weiß-Bereich des Gebäudes finden nach Geschlechtern getrennte Umkleideräume und Sanitäranlagen, Küche und Vorratsraum, Schulungsraum, Multifunktionsraum, Lagerräume, Technikraum und mehr Platz. In der Fahrzeughalle ist Platz für fünf Einsatzfahrzeuge. Die Lüftungsanlage hat eine Wärmerückgewinnung, der Wachbereich eine Fußbodenheizung. In der Fahrzeughalle gibt es einen Deckenlufterhitzer und eine Absauganlage für die Fahrzeugabgase.

Das Gerätehaus kann durch die Stadtwerke mit Notstrom versorgt werden, um im Fall der Fälle als Leuchtturm den Bewohnern Liemes eine Anlaufstelle zu bieten. Die Gesamtkosten für den Bau liegen bei etwa 4,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.