
Bad Salzuflen-Lockhausen. In der Badestadt sorgt derzeit ein ziemlich schillernder Besucher für Aufsehen: Ein prächtiger Pfau stolziert seelenruhig durch die Gärten, inspiziert Blumenbeete mit königlicher Würde und posiert offenbar ungefragt für zahlreiche Handyfotos. Manchmal zeigt er auch stolz den gelben Ring an seinem Bein. Natürlich aus Gold, was denn sonst.
Das Problem: Niemand weiß, woher der Vogel kommt. Niemand vermisst ihn. Und der Pfau selbst schweigt beharrlich zu seiner Herkunft.
Anwohner berichten, das Tier habe sich „extrem selbstbewusst“ gezeigt. Ein Augenzeuge sagte sogar: „Der lief herum, als wäre er Graf Koks von der Gasanstalt.“ Das ist üble Nachrede: Tatsächlich verhält sich der Vogel sehr scheu und zurückhaltend.
Mittlerweile ermittelt die Polizei und fragt öffentlich:
Wem gehört dieser Pfau?
Die Fahndung gestaltet sich allerdings schwierig. Der Verdächtige trägt weder Halsband noch Ausweis, reagiert nicht auf Befragungen und zeigte sich bei Sichtkontakt „eher scheu und eitel als kooperativ“.
Die Polizei bittet daher um Hinweise aus der Bevölkerung. Gesucht wird eine Person,
- die einen Pfau vermisst,
- deren Garten plötzlich verdächtig still geworden ist,
- oder die erklären kann, warum ein exotischer Vogel gemütlich durch Bad Salzuflen spaziert, als wäre er auf Kururlaub.
Bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse gilt der Pfau offiziell als „federnführend und auf freiem Fuß“.
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Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.




