Man muss schon eine gewissen Reife haben und die Verkehrsregeln kennen, wenn man sich auf einen E-Scooter stellt. So wie die beiden abgebildeten Mädel. Ein 11-jähriger Junge gehört nicht auf ein solches Fahrzeug, vor allem wenn es nicht versichert ist. Er weiß schlicht nicht, was er tut und welches Risiko er für sich und andere eingeht. Symbolbild: Adobe Stock

Bad Salzuflen. E-Scooter werden zunehmend zu einem Verkehrsproblem, vor allem, wenn sich die Piloten nicht an geltende Regeln halten. Es gehört zu den Basics, dass diese schnellen Dinger erst ab einem Alter von 14 Jahren gefahren werden dürfen, in dem man ausreichend Umsicht und Weitsicht nachweisen kann, um vollgültig am Straßenverkehr teilzunehmen. Ein Elfjähriger: Das geht gar nicht.


Folgender Fall: Im Bereich einer Zufahrt zu einem Golfclub in der Straße Schwaghof kam es am Freitagmittag,  15. Mai, gegen 13 Uhr zu einem Verkehrsunfall zwischen einem jungen E-Scooter-Fahrer und zwei Fußgängern. Der 11-Jährige aus Bad Salzuflen näherte sich mit seinem E-Scooter nach ersten Erkenntnissen von hinten einer 83-Jährigen und einem 82-Jährigen, die auf dem Weg zu Fuß unterwegs waren und prallte mit ihnen zusammen. Das Paar aus Bad Salzuflen stürzte und erlitt leichte Verletzungen. Der E-Scooter war zudem nicht versichert. Der Junge wurde an seine Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Polizei weist darauf hin: Eine Fahrt mit dem E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr ist erst ab 14 Jahren erlaubt. Darüber hinaus sind eine Versicherung sowie ein Kennzeichen jährlich neu erforderlich. Weitere Regeln, die für eine Tour mit dem E-Scooter gelten, findet man hier: https://lippe.polizei.nrw/artikel/sichere-tour-mit-dem-e-scooter-was-zu-beachten-ist

Polizeidirektorin Julia Breitenstein hat bei der Vorstellung der Unfallstatistik 2025 darauf hingewiesen, dass Eltern ihren Kindern keinen Gefallen tun, wenn sie ihnen früh so ein Gerät schenken oder zur Verfügung stellen. »Die Kids sehen darin nämlich ein Spielzeug und kein Fahrzeug, das mit vollem Risiko am Straßenverkehr teilnimmt.« Ein Elfjähriger kann sich die Folgen möglicherweise nicht vorstellen, die daraus resultieren, dass er betagten Senioren in die Hacken fährt. Er weiß auch wahrscheinlich nicht, dass sein schnelles Fahrzeug auf dem Gehweg nichts zu suchen hat, sondern auf die Straße gehört, wenn kein Radweg zur Verfügung steht.