Anika aus Paderborn kann beim Harper's-Bazaar-Covershooting nicht vollständig überzeugen. Foto: ProSieben/Max Montgomery

Los Angeles/Paderborn. „Ich will Germany’s Next Topmodel werden, um zu zeigen, dass man seine Träume verfolgen kann“, zeigte sich Anika aus Paderborn im Halbfinale der Modelshow kämpferisch.


Um diesem Traum ein weiteres Stückchen näherzukommen, musste sich die 27-Jährige zunächst beim traditionellen Harper’s-Bazaar-Cover-Shooting mit Chefredakteurin Kerstin Schneider beweisen.

Vor ihrem Shooting reflektierte die Sozialarbeiterin: „Eigentlich bin ich immer sehr stark bei Shootings, wenn ich viel wegschauen und ganz viel ausprobieren darf. Aber beim Covershoot ist es natürlich anders. Da muss ich in die Kamera schauen und es muss alles genau stimmen. Deshalb habe ich schon Druck.“

Zudem ergänzte sie: „Ich möchte Heidi auf den Fall zeigen, dass ich nicht nur eine Berechtigung habe, hier zu sein, sondern auch ins Finale zu kommen – und dafür braucht es ein richtig gutes Foto.“ Während des Shootings finden Chefjurorin Heidi Klum sowie Schneider zwar positive Worte zu Anikas Performance und ihrem Körpergefühl, sie kritisieren jedoch auch den angestrengten Gesichtsausdruck.

„An sich ist die Kritik ja eine Kleinigkeit, die aber natürlich – gerade an dem Punkt, an dem wir jetzt sind – viel ausmachen kann.“ Endgültig entschied sich das Schicksal von Anika und ihren Mitstreitern jedoch beim Entscheidungswalk in den Kreationen von Designer LaQuan Smith, der neben Klum auch Gastjurorin und Model Candace Swanepoel überzeugen musste.

Anika freute sich über die Gastjurorin: „Ich habe alle ihre Victoria-Secret-Shows gesehen.“ Bevor sie auf den Laufsteg ging, gab die Paderbornerin zu: „Ich habe etwas Angst in mir.“ Während ihres Auftrittes wünschte sich Klum etwas mehr „Pep“ und Dynamik, wobei ihr Swanepoel zustimmte.

Sie hob hervor, dass ihr Anika beim Training zuvor diesbezüglich etwas besser gefallen habe, lobte gleichzeitig jedoch auch die Haltung und das Körpergefühl der Paderbornerin. Bei der abschließenden Entscheidung resümierte Klum die Woche der 27-Jährigen: „Beim Fotoshooting warst du nicht auf der positiven Liste. Deine Körperhaltung war super, aber dabei hast du leider dein Gesicht vergessen.“

Swanepoel erinnerte sich an Anikas Walk: „Als ich euch zum ersten Mal getroffen habe, hast du mir einen so kraftvollen, wunderschönen Walk gezeigt. Ich hatte den Eindruck, dass dir ein wenig von dieser Kraft abhandengekommen ist.“

Klum blickte anschließend auf den Start der gemeinsamen Zeit zurück und betonte, dass ihr Anikas erster Auftritt immer in Erinnerung geblieben ist. „Ich habe es geliebt und egal, wie die Reise für dich heute weitergeht, du bist ein Vorbild für so viele Menschen, die gerade zugucken.“

Am Ende verpasste Anika den Einzug ins Finale knapp, zeigte sich aber dankbar für die Erfahrung und dafür, dass Klum an sie geglaubt habe. „Ich nehme so unfassbar viel von dieser Reise mit, was ich da alles erleben und lernen durfte – vor allem auch zu mir zu stehen und das nach außen zu tragen.“