
Detmold. Im Rahmen der Aktion »Lipper lassen keinen allein« sind in Detmold mehrere Ersthelfer gewürdigt worden, die nach einem schweren Verkehrsunfall am 10. März in Horn-Bad Meinberg schnell, besonnen und mutig gehandelt hatten. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Botschaft, in Notsituationen nicht weg-, sondern hinzusehen, zu handeln und Hilfe zu holen. Genau dafür steht die gemeinsame Aktion von Polizei Lippe und DRK-Kreisverband Lippe seit Jahren. Am 10. März war eine 90-jährige Autofahrerin gegen 15:20 Uhr auf der Bergheimer Straße (L 616) in Horn-Bad Meinberg verunglückt. Das Fahrzeug überschlug sich, geriet anschließend in Vollbrand. Die Ersthelfer befreiten die Fahrerin aus dem Wagen und versorgten sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Marcel Steinkamp, Felix Bröker und Claudia Moers, deren vorbildliches Handeln in der gefährlichen Situation gelobt wurde. Die Würdigung gilt darüber hinaus weiteren Helfern, die ebenfalls eingegriffen hatten, an der Ehrung jedoch leider nicht persönlich teilnehmen konnten. Polizeirätin Julia Breitenstein, Leiterin der Direktion Verkehr, würdigte die einzelnen Handlungen der Beteiligten jeweils gesondert und hob das herausragende Verhalten hervor. Sie betonte dabei auch wörtlich: »Man kann nicht falsch helfen.« Klaus-Jürgen Wolf vom DRK verwies darauf, dass Hilfeleistung beim Deutschen Roten Kreuz zum professionellen Alltag gehöre. Umso beeindruckender sei es, wenn Menschen auch privat in einer Ausnahmesituation Verantwortung übernehmen und entschlossen handeln. Zum Abschluss der Veranstaltung wandte sich Polizeidirektor und Abteilungsleiter Polizei Alexander Fenske direkt an die Helferin und die Helfer. Nach ihrem Einsatz am Unfall Ort seien sie nun zu Recht »mit Lob überschüttet« worden und dürften dies genießen. Als Zeichen des Dankes erhielten die Gewürdigten Urkunden und Präsente. Dazu übergab Klaus-Jürgen Wolf Gutscheine für Erste-Hilfe-Kurse beim DRK. Damit wurde zugleich unterstrichen, wie wichtig praktische Hilfeleistung und die Bereitschaft zum Eingreifen im Alltag sind. Mit der Veranstaltung wurde nicht nur Dank ausgesprochen, sondern auch ein Zeichen gesetzt: Zivilcourage beginnt oft mit einem kurzen Moment des Hinschauens.




