Minden/Porta Westfalica-Veltheim. Eine ungewöhnliche Meldung hat am Samstagvormittag, 20. Juni, die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke erreicht: Eine Frau habe sich Sorgen um eine Schildkröte gemacht, die sich auf dem Beschleunigungsstreifen am Parkplatz Löwenburg an der A2 befunden habe.
Nach Angaben der Polizei sei der Hinweis gegen 10.50 Uhr eingegangen. Einsatzkräfte der Autobahnpolizeiwache Herford seien daraufhin umgehend informiert worden und hätten die Örtlichkeit aufgesucht.
Um Gefahren für den Straßenverkehr sowie für das Tier selbst zu vermeiden, etwa durch riskante Ausweichmanöver von Autofahrern auf der Autobahn A2, hätten die Beamten die Schildkröte gesichert. Das Tier habe anschließend vorübergehend im Streifenwagen Platz genommen. In Abstimmung mit dem Tierpark Herford sei die Schildkröte dorthin transportiert worden.
Dort befinde sich das etwa fußballgroße Tier nun in der Obhut erfahrener Tierpfleger. Nach Darstellung der Polizei kümmerten sich diese zunächst darum, die Schildkröte zu versorgen und wieder zu Kräften kommen zu lassen.
Einsätze mit Tieren auf Autobahnen seien für die Autobahnpolizei grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Allerdings habe es sich in diesem Fall um eine bislang eher seltene Situation gehandelt. Es bestehe der Verdacht, dass die Schildkröte möglicherweise ausgesetzt worden sei.
Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Sommerferien weist die Polizei darauf hin, dass das Aussetzen von Haustieren nach dem Tierschutzgesetz verboten sei. Ein solches Verhalten könne zudem den Straftatbestand der Tierquälerei erfüllen.




