
Lage/Detmold. Ein Rettungswagen war am heutigen Mittwoch mit Blaulicht auf der B239 von Lage in Richtung Detmold unterwegs. Da es schnell gehen musste, war das Fahrzeug ordnungsgemäß mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn unterwegs. Vorbildlich reagierten die unmittelbar vorausfahrenden Verkehrsteilnehmer: Sie erkannten den herannahenden RTW rechtzeitig, machten Platz und fuhren an den rechten Fahrbahnrand. Um den Verkehr zügig zu passieren, fuhr der Rettungswagen an einer Sperrfläche im Ampelkreuzungsbereich der Westerfeldstraße vorbei.
Der Fahrer eines vorausfahrenden VW Passats schätzte gegen 12:45 Uhr die Situation in völlig falsch ein. Er wunderte sich offenbar lediglich darüber, dass der PKW vor ihm plötzlich rechts heranfuhr. Ohne den zwingend notwendigen Blick in den Rück- oder Seitenspiegel zu werfen, um den Grund dafür zu erkennen, setzte der Passat-Fahrer kurzerhand zum Überholen an. Dabei scherte er unvermittelt aus und zog sein Fahrzeug direkt vor den herannahenden Rettungswagen. Die Einsatzkräfte hatten keine Chance mehr auszuweichen, sodass es zur Kollision beider Fahrzeuge kam.
Trotz des Zusammenstoßes hatten alle Beteiligten großes Glück, denn es gab keine Verletzten. Der Unfallverursacher im VW Passat wurde noch vor Ort vorsorglich vom Rettungsdienst durchgecheckt, konnte die Einsatzstelle jedoch unversehrt verlassen. Auch der Patient, der sich zum Unfallzeitpunkt im verunglückten Rettungswagen befand, überstand den Crash unbeschadet. Er wurde umgehend in einen angeforderten Ersatz-RTW aus Detmold umgeladen und sicher zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert.
Die alarmierte Feuerwehr rückte an, um die Fahrbahn von verstreuten Trümmerteilen zu befreien. Da sowohl der Rettungswagen als auch der VW Passat durch die Wucht des Aufpralls nicht mehr fahrbereit waren, mussten beide Fahrzeuge abgeschleppt werden. Aufgrund der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die Lagesche Straße zeitweise gesperrt werden, was zu massiven Rückstaus führte.






