Symbolbild. Foto: Adobe Stock

Hille. Nach einem mutmaßlichen Messerangriff auf eine 34-jährige Frau aus Minden hat eine Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. Die Frau erlitt lebensgefährliche Verletzungen, befindet sich inzwischen jedoch außer Lebensgefahr. Ein 37-jähriger Tatverdächtiger wurde nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen festgenommen.


Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft habe der 37-jährige Deutsche, der zuletzt in Diepenau (Landkreis Nienburg/Weser) gemeldet gewesen sei, seine ehemalige Lebensgefährtin zu einer Aussprache gebeten. Hintergrund sei die zuvor erfolgte Trennung des Paares gewesen.

Das Treffen habe am Dienstagabend, 21. Juli, gegen 21.45 Uhr auf einem Feldweg nahe der Hartumer Straße in Hille (Kreis Minden-Lübbecke) stattgefunden. Dort soll der Mann die 34-Jährige unvermittelt mit einem Messer angegriffen und ihr schwere, lebensgefährliche Verletzungen im Bereich von Kopf und Nacken zugefügt haben.

Wie die Ermittler weiter mitteilen, sei der Tatverdächtige anschließend geflüchtet. Die schwer verletzte Frau habe noch selbst den Notruf wählen können, bevor sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe. Rettungskräfte versorgten die Mindenerin vor Ort und brachten sie zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus. Mittlerweile befinde sie sich außer Lebensgefahr.

Unmittelbar nach der Tat richteten Polizei Bielefeld und Polizei Minden-Lübbecke eine gemeinsame Mordkommission ein. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen hätten schließlich ergeben, dass sich der Gesuchte in Trier aufhalte.

Beamte der Polizei Rheinland-Pfalz nahmen den 37-Jährigen schließlich am Donnerstag vorläufig fest. Gegen den Mann habe das Amtsgericht Bielefeld auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits einen Haftbefehl erlassen.