Blomberg/Detmold/Bielefeld. Ein mutmaßlicher Sabotageakt an dem Privatfahrzeug einer Polizistin beschäftigt seit einigen Tagen die Ermittlungsbehörden in Lippe und Bielefeld. Nachdem an dem Auto gelöste Radmuttern festgestellt worden waren, stuft die Staatsanwaltschaft Detmold den Fall als versuchten Mord ein. Die Mordkommission der Polizei Bielefeld hat die Ermittlungen übernommen.
Nach Angaben der Polizei bemerkte die Beamtin am Montag, 27. Juli, gegen 14.15 Uhr auf dem Heimweg von der Polizeiwache an der Bahnhofstraße in Blomberg ungewöhnliche Geräusche an ihrem Privatwagen. Eine erste Kontrolle des Fahrzeugs ergab jedoch keinen erkennbaren Schaden.
Da die Geräusche in den folgenden Tagen zunehmend lauter wurden, überprüfte die Polizistin ihr Fahrzeug am Freitag, 31. Juli, erneut. Dabei stellte sich heraus, dass an einer Felge eine Radmutter fehlte und sämtliche übrigen Radmuttern gelöst worden waren.
Nach bisherigen Ermittlungen kann ein technischer Fehler nahezu ausgeschlossen werden. Weder ein Werkstattaufenthalt noch ein Reifenwechsel hatten in den Wochen zuvor stattgefunden.
Aufgrund der möglichen Folgen einer solchen Manipulation bewertete die Staatsanwaltschaft Detmold den Vorfall als versuchten Mord. Die weiteren Ermittlungen werden nun von einer Mordkommission der Polizei Bielefeld geführt, die dabei von Kräften aus Lippe und Bielefeld unterstützt wird.
Nach bisherigen Erkenntnissen stand das Fahrzeug an der Bahnhofstraße im Bereich der Polizeiwache in Blomberg geparkt. Die Ermittler gehen daher der Frage nach, wer Zugang zu dem Wagen hatte und wann die Manipulation vorgenommen wurde.
Die Polizei bittet Zeugen, die am Montagvormittag im Bereich der Polizeiwache an der Bahnhofstraße verdächtige Personen oder auffällige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0521/545-0 bei der Mordkommission Bielefeld oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.





