Bielefeld-Stieghorst. Ein Streit über eine Baustelle an der Detmolder Straße ist am Mittwochvormittag, 5. August, eskaliert. Ein 63-jähriger Bielefelder soll mehrere Bauarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht haben. Die Polizei stellte später in seiner Wohnung mehrere Waffen und Waffenzubehör sicher.
Nach Angaben der Polizei hatten fünf Bauarbeiter gegen 10 Uhr begonnen, auf der Detmolder Straße zwischen Osterfeldstraße und Wasserstraße eine Baustelle einzurichten. Wenig später beschwerte sich ein Bewohner eines angrenzenden Hauses über die Bauarbeiten. Aus dem Gespräch entwickelte sich eine verbale Auseinandersetzung.
Im weiteren Verlauf soll ein anderer Mann ein Fenster des Gebäudes geöffnet, eine Schusswaffe nach draußen gehalten sowie die Arbeiter beleidigt und bedroht haben. Betroffen waren zwei Männer im Alter von 53 und 29 Jahren aus Spenge, zwei 18- und 34-jährige Herforder sowie ein 20-jähriger Bielefelder. Die Männer verständigten daraufhin die Polizei.
Während des Einsatzes sperrte die Polizei die Detmolder Straße im Bereich der Osterfeldstraße kurzzeitig in stadtauswärtiger Richtung. Vor dem betreffenden Haus trafen die Beamten auf den 63-jährigen Tatverdächtigen, der das Gebäude inzwischen unbewaffnet verlassen hatte. Er wurde vorläufig festgenommen.
Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Einsatzkräfte zwei Langwaffen sowie weiteres Waffenzubehör. Nach Polizeiangaben besteht der Verdacht, dass ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorliegen könnte. Sämtliche aufgefundenen Gegenstände wurden zur weiteren Prüfung sichergestellt.
Der 63-Jährige wurde zur Polizeidienststelle gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er diese wieder verlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.





