Mit einem weiteren Sattelzug setzt die „Ukrainehilfe Lippe und Bielefeld“ ihr langjähriges Engagement für die Menschen in der Ukraine fort. Foto: Ukrainehilfe

Kreis Lippe/Bielefeld. Die „Ukrainehilfe Lippe und Bielefeld“ hat ihren 44. Hilfstransport erfolgreich auf den Weg in die Ukraine gebracht.


Der mit Hilfsgütern beladene Sattelzug soll in den kommenden Tagen die westukrainische Kreisstadt Kostopil erreichen. Es ist bereits der sechste Transport der Initiative im laufenden Jahr.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen seit mehr als viereinhalb Jahren an. Die Bevölkerung sei weiterhin nahezu täglich Bombardierungen sowie Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt, betont die „Ukrainehilfe“. Die anhaltenden Zerstörungen erschwerten insbesondere die Versorgung älterer Menschen, von Familien mit Kindern sowie von Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen.

„Uns beeindruckt die Widerstandsfähigkeit und Wehrhaftigkeit der Menschen vor Ort immer wieder zutiefst. Sie bewältigen ihren Alltag unter extremen Bedingungen, wie etwa im vergangenen Winter ohne Heizung und Wasser“, heißt es weiter.

Mit dem aktuellen Hilfstransport wolle die Initiative nicht nur akute Not lindern, sondern auch ein Zeichen dafür setzen, dass die Unterstützung für die Menschen in der Ukraine weiterhin notwendig sei.

Die Ladung des Sattelzugs wurde nach den Bedarfslisten der Partner vor Ort zusammengestellt. Transportiert werden unter anderem Medikamente, Verbandsmaterial und medizinische Hilfsmittel, Rollstühle und Gehhilfen, Feuerlöscher, Möbel und Büroausstattung sowie gut erhaltene Kleidung und Spielzeug für Kinder.

In Kostopil werden die Hilfsgüter von Nataliya Didenko und ihrem Team der Partnerorganisation „Hands of Hope and Care“ übernommen. Die Organisation sorgt nach Angaben der „Ukrainehilfe“ für eine lückenlose Dokumentation und eine transparente Verteilung der Spenden an bedürftige Familien, medizinische Einrichtungen und soziale Organisationen.

Besonders hervorgehoben werden bei diesem Transport mehrere Unterstützer aus der Region. Die Evangelischen Kliniken Bethel (EvKB) stellten mehrere dringend benötigte Intensivpflegebetten zur Verfügung. Der Kreis Lippe spendete umfangreiches Schulmobiliar sowie gebrauchte Hardware für den Einsatz in ukrainischen Schulen und Kliniken.

Wie bereits bei zahlreichen vorherigen Transporten unterstützten zudem Markus Wendler und die Firma PVM die Hilfsaktion mit Rollatoren und Rollstühlen. Auf besonderen Wunsch eines ukrainischen Kriegsversehrten wurde außerdem ein elektrischer Rollstuhl zur Verfügung gestellt.

Die Initiative bedankt sich ausdrücklich bei Bürgern, Unternehmen, Vereinen und Institutionen aus der Region. Ohne Geld- und Sachspenden sowie die tatkräftige Unterstützung beim Sortieren und Verladen der Hilfsgüter seien die regelmäßigen Transporte nicht möglich.

Gleichzeitig richtet sie einen erneuten Appell an die Öffentlichkeit: Die humanitäre Krise sei weiterhin nicht beendet, weshalb finanzielle Unterstützung und gut erhaltene Sachspenden nach wie vor dringend benötigt würden. Jede Spende sei nicht nur konkrete Hilfe, sondern auch ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.