
Detmold. Friedo Petig ist am Donnerstag, 15. Oktober, wieder zu Gast in der Stadtbibliothek Detmold. Dieses Mal liest er um 19 Uhr aus seinem neuen Buch „Hermann denkt“.
Petig, vielen in Lippe als Landwirt aus Bega bekannt, hat seinen Hof inzwischen an die folgende Generation übergeben und lebt heute in Schwalenberg. Neben seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit hat er sich als Autor einen Namen gemacht. Nun widmet er sich einem historischen Monument: dem Hermannsdenkmal auf der Grotenburg bei Detmold, das am 16. August 2025 sein 150-jähriges Bestehen feierte.
In seinem neuen Werk wagt Petig ein literarisches Experiment: Er lässt das Denkmal selbst zu Wort kommen. Seit der Bildhauer Ernst von Bandel in Hannover den Kopf der monumentalen Figur vollendete, sei Hermann in der Lage zu denken, so die Prämisse.
Auf einem Leiterwagen gelangte der Kopf einst ins Lipperland – von Bandel soll dem Kutscher zugerufen haben: „Jetzt bloß nicht den Kopf verlieren!“ – und von dort blickt Hermann nun seit 150 Jahren über das Land. Und denkt.
Petig verleiht seinem Hermann eine Stimme, die das Geschehen der vergangenen anderthalb Jahrhunderte reflektiert – mit Weitblick, Ironie und philosophischem Tiefgang.
Hermann, so Petig, sehe das große Ganze und erkenne Zusammenhänge jenseits des zeitgenössischen Denkens. Als Symbolfigur inspiriert vom Arminius-Mythos sinniert er über Geschichte, Politik und Kultur – und wird dabei, so Petig, zu einem überzeugten Demokraten.
Tickets für die Lesung sind im Vorverkauf für 10 Euro bei der Stadtbibliothek per E-Mail oder telefonisch unter 05231/309411 erhältlich. Fördervereinsmitglieder und Ehrenamtliche der Stadtbibliothek zahlen im Vorverkauf 8 Euro. Kurzentschlossene können an der Abendkasse für 12 Euro teilnehmen.





