
Blomberg. Mit einem symbolischen Spatenstich haben Westfalen Weser und die Blomberger Versorgungsbetriebe offiziell die Bauphase ihres gemeinsamen Batteriespeicherprojekts eingeläutet.
Gemeinsam investieren die beiden kommunalen Unternehmen rund 14 Millionen Euro in die Anlage, die als wichtiger Baustein für die zukünftige Energieversorgung in Ostwestfalen-Lippe gilt. Beim Baustart war auch Blombergs Bürgermeister Christoph Dolle anwesend.
Der geplante Batteriespeicher wird über eine installierte Leistung von 25 Megawatt sowie eine Kapazität von 55 Megawattstunden verfügen. Nach Angaben der Projektpartner können damit rechnerisch bis zu 48.000 Haushalte für einen Zeitraum von zwei Stunden mit Strom versorgt werden. Umgesetzt wird das Vorhaben durch ein Gemeinschaftsunternehmen von Westfalen Weser und den Blomberger Versorgungsbetrieben.
Mit dem Projekt verfolgen beide Partner das Ziel, die Chancen der Energiewende aktiv zu nutzen und sich zugleich im Bereich der Energiespeicherung strategisch weiterzuentwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, die damit verbundene Wertschöpfung in kommunaler Hand zu halten.
„Mit dem hier entstehenden Batteriespeicher erschließen wir ein neues Geschäftsfeld und investieren gezielt in eine Technologie, die für das Energiesystem der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Dass wir dieses Projekt gemeinsam mit den Blomberger Versorgungsbetrieben realisieren, zeigt, wie kommunale Partnerschaften die Energiewende aktiv gestalten und gleichzeitig Wertschöpfung in der Region halten können“, erklärt Jürgen Noch, Geschäftsführer von Westfalen Weser.
Auch Blombergs Bürgermeister Christoph Dolle sieht in dem Vorhaben ein wichtiges Signal für den Standort: „Blomberg ist seit vielen Jahren ein wichtiger Industriestandort und zugleich eng mit den Themen Energie und Innovation verbunden. Der Baustart für den Batteriespeicher unterstreicht, dass unsere Stadt auch künftig ein Ort sein wird, an dem Zukunftstechnologien umgesetzt werden.“
Mit dem Spatenstich beginnt nun offiziell die Bauphase des Projekts. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Ende 2027 vorgesehen. Künftig soll der Batteriespeicher Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch ausgleichen und damit einen Beitrag zur Stabilität des Energiesystems leisten. Dafür wird die Anlage am Regelenergiemarkt eingesetzt und zudem am Stromhandel teilnehmen.
Für die Projektpartner steht das Vorhaben zugleich beispielhaft für die Zusammenarbeit kommunaler Unternehmen bei der Umsetzung neuer Technologien. Durch gemeinsame Investitionen wollen sie die Energiewende nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich mitgestalten.





